Ein Jahr vor dem Großbrand, der „Schmelzers Hotel“ 1991 das endgültige Ende bereitete.
Schmelzers Hotel
An der Herzog-Julius-Straße stand einst ein Hotelgebäude, dessen Zeit mittlerweile schon einige Jahre abgelaufen war. Gemeint ist Schmelzers Hotel, benannt nach dem Kohlenhändler Alexander Schmelzer, der das Haus 1884 erbaut hat.
In dieser Zeit war der Hotelkomplex noch nicht so groß, wie er sich in späteren Jahren darstellte. Ältere Ansichten zeigen vor 1900 ein einzelnes Gebäude, umgeben von einer kleinen, parkähnlichen Anlage.
Erst nach der Übernahme des Hotels am 11. Oktober 1895 durch Heinrich Wartjenstedt aus Westerlinde wurde das Hotel stetig vergrößert. Das Hotelgelände bot ausreichend Platz, erstreckte sich von der Herzog-Julius-Straße, einstmals auch Alte Chaussee genannt, bis an das 1898 erbaute Badehaus.
Prachtvoll: Schmelers Hotel im Jahr 1915.
Viele Jahre gab es auch eine Dependance in unmittelbarer Nähe, genannt Villa Medici. Hier lebte und arbeitete der Herzögliche Amtsphysikus und spätere Sanitätsrat Dr.med. Dankworth von 1861 bis 1901. Er wohnte in dem Gebäude und unterhielt dort auch seine Arztpraxis.
Auch bei Dr. Dankworth konnte man schon Zimmer mieten. Im Jahr 1876 wurden in dem Haus an der Herzog-Julius-Straße mit der Ass Nr. 65 fünf Zimmer mit zehn Betten angeboten.
Der Name Wartjenstedt bleibt dann viele Jahre mit Schmelzers Hotel verbunden, so steht Anfang der dreißiger Jahre immer noch Heinrich Wartjenstedt in einem Unterkunftsverzeichnis. Das Hotel hatte jetzt eine stattliche Größe erreicht und angeboten wurden 60 Zimmer mit 100 Betten.
In einem Einwohnerverzeichnis von 1936 werden dann Wartjenstedts Erben, dies waren die Witwe Sophie Wartjenstedt und der Hotelier Heinz Wartjenstedt,, als Eigentümer genannt. Nach dem Krieg standen in den fünfziger Jahren die Geschwister Heinz und Else Wartjenstedt in den Verzeichnissen.
Schmelzers Hotel Ende des 19. Jahrhunderts.
Auch die Villa Medici, die nach dem Tod von Dr. Dankworth im Jahr 1901 zum Hotelkomplex dazu kam, gab es noch. Sie diente in diesen Jahren als Wohnhaus für Teile der Fam. Wartjenstedt, es gab auch wieder eine Arztpraxis in dem Gebäude, der Arzt hieß Dr. med. Erich Bertram.
In den 1950er Jahren gehörte auch das Gebäude an der Herzog-Julius-Straße mit der alten Hausnummer 33 zum Hotel und diente ebenfalls als Wohnung für Angehörige der Fam. Wartjenstedt. Die Etage der Wartjenstedts in dem Haus, war mit einem überdachten Übergang direkt mit dem Hotel verbunden.
In den Jahren 1965 bis 1975 gibt es mit Carl Hans Gundlach den nächsten Hotelbesitzer, in dieser Zeit wird auch eine moderne Kegelbahn eingebaut. Gebaut wurde allerdings auch an einer vierspurigen Durchgangsstraße, die im Dezember 1971 für den Verkehr freigegeben wurde und unmittelbar vor dem Hotel verlief.
Inzwischen hatte das Hotel einen anderen Namen und heißt Schmelzers Parkhotel, in dieser Zeit wird der Versuch gemacht, zusätzlich zum Hotelbetrieb ein Kur-, Wohn- und Pflegeheim zu etablieren. Pächter war O. Schulz.
Die Eingangstür zum „Schmelzers“ wurde von Dirk Junicke gerettet, sie ziert heute das Plumbohms.
1975 ging der Hotelkomplex an Abraham Herzlinger, 1977 an Carmen Brandt. In diesen Jahren wird auch versucht, einen Spielsalon mit Geldspielgeräten zu integrieren. Am Anfang der achtziger Jahre wurde der Betrieb der Kegelbahn eingestellt, aber 1982 schon wieder aufgenommen. 1985 erscheint in einem Branchenbuch ein neuer Name des Hauses, es heißt jetzt Schmelzers Parkhotel, in den offiziellen Unterkunftsverzeichnissen findet man das Hotel jedoch nicht mehr.
Im Februar 1991 gab es ein Großfeuer im Hotel und richtete beträchtlichen Schaden an, danach wurde als letzter Besitzer Günter Gartz genannt. Wahrscheinlich wegen des Brandschadens wurden alle Aktivitäten eingestellt und die Gebäude verfallen langsam zu Bauruinen.
Danach erwarb die Michels-Gruppe, die schon die Herzog-Julius-Klinik in Bad Harzburg betreibt, von der Stadt das alte Badehaus und das Areal des ehemaligen Schmelzers Hotel. Der Baubeginn der neuen Spielbank und eines Kurhotels im Badepark verzögern sich einige Zeit, doch am Ende der neunziger Jahre wurde mit dem Bau beider Objekte begonnen.
Im April 2000 wird zuerst die Spielbank und im Sommer das Kurhotel Vier-Jahreszeiten eröffnet. Wobei bis Jahresende 2001 das Hotel auf 110 Zimmer erweitert werden sollte, in dem Teile des alten Hauses, speziell die Fassade an der Herzog-Julius-Straße, erhalten werden.
Weichen muss jedoch der besseren Hotelzufahrt wegen die ehemalige Villa Medici, ein Areal das schon 1759 als Haus und Hof von Christian Ebeling erwähnt wurde.
Leider wurden bis dato die weitergehenden Baupläne noch nicht verwirklicht, es gibt immer noch Differenzen unter anderem um eine bessere Anbindung des Hotels an die vorbeiführende Umgehungsstraße. Der ganze Bereich um das ehemalige Schmelzers Hotel bietet im Jahr 2004 einen unschönen Anblick. Unter anderem gehört auch noch das ehemalige Wohnhaus mit der alten Hausnummer 33 dazu.
Der Beitrag entstand im Jahr 2004
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Direkt neben der am ersten Advent 1903 eingeweihten Lutherkirche steht ein Gebäude, das einmal den Gasthof und das spätere Hotel Burgkeller beherbergte. Burgkeller sicher deshalb, weil sich dieser in Burgbergnähe befand, wo einstmals die Harzburg von 1068 bis um 1650 über den Dächern der Stadt thronte.
Erbaut wurde das Gasthaus 1876 von Heinrich Gaus. Danach gibt es mit Hermann Bockmann 1885 den nächsten Besitzer. Das Hotel hieß dann „Bockmanns Hotel zum Burgkeller am Marktplatz“.
Stammtisch im Burgkeller um 1900
Standorte für Marktplätze, gab es in früheren Zeiten einige. Einer diese Plätze war sicherlich damals an der alten Dorfkirche, bis dann die Lutherkirche ein größeres Areal beanspruchte. Andere Standorte gab es unter anderem an der Herzog-Wilhelm-Straße/Ecke Holzhof und an der alten Berufsschule in der Herzog-Julius-Straße.
Im Jahr 1889 hieß der Nachfolger Wilhelm Ehlers, 1893 stand die Witwe Ehlers in den Verzeichnissen. Ältere Ansichten aus dieser Zeit zeigten neben dem Burgkeller eine Werbesäule, genannt Litfaß-Säule. Benannt nach seinem Erfinder, dem Berliner Verleger Ernst Litfaß. Dieses Bauwerk steht auch heute noch und ist somit älter als die Lutherkirche.
Von 1901 bis 1904 übernimmt Andreas Dalhelm den Betrieb. 1905 gibt es einen kurzzeitigen Wechsel, in den Chroniken erschien wieder der Name Ehlers. Danach gibt es mit Wilhelm Puhlmann 1906 den Nachfolger im Burgkeller. Zu dieser Zeit wurden 15 Zimmer mit 25 Betten angeboten.
Kneipen-Flair mit Musicbox in den 1950er Jahren
Einige dieser letztgenannten Namen gibt es auch in Verbindung mit anderen Lokalen und Hotels. Der Name Gaus beispielsweise wird 1890 in Zusammenhang mit dem Deutschen Haus in Bündheim genannt. In Eggelings Hotel und auch in Bockmanns Hotel findet man den Namen Bockmann gleich mehrmals. Als Besitzer der Waldhöhe wird um 1910 der Name Puhlmann erwähnt. Die Annahme besteht, dass auch in früheren Zeiten häufige Besitzer- und Pächterwechsel im Gastronomiegewerbe üblich waren.
Im Jahr 1908 kommt der Burgkeller in den Besitz von Frau Wilhelmine Meyer. Dieser Name bleibt dann in verschiedenen Generationen mit dem Burgkeller viele Jahre verbunden. Die Zeit von Wilhelmine Meyer ging bis in die 1920 Jahre. Danach stand ein oder eine H. Meyer in den Verzeichnissen.
Diese Nachfolge traten in den 1930er Jahren die Geschwister Meyer an. Nach dem Krieg wurde der Hotelbetrieb eingestellt, weil jetzt auch viele Vertriebene in dem Gebäude wohnten. 1949 gab es dort zeitweilig eine neue Heimat für mehr als zehn Familien.
Der Burgkeller wurde danach nur noch als Restaurant geführt, das Lokal war jetzt verpachtet. Einer der ersten Pächter hieß um 1950 W. Müller. Spezialität war damals frischer Fisch aus Bremerhaven und Cuxhaven. In dieser Zeit gab es in dem Gebäude u. a. auch den kleinen Elektroladen der Fa. Bense und eine Nähmaschinen-Reparatur einer anderen Firma, deren Name nicht überliefert ist.
Von 1954 bis 1959 leitet den Burgkeller Fam. Behne. Eigentümer des Hauses waren immer noch die Geschwister Meyer. Nach 1959 wechselt Fam. Behne zum Burgberg und übernahm das gleichnamige Hotel bis 1971. Abgerissen wurde das Burgberghotel dann im Jahr 1973
Der Burgkeller im Jahr 1897, sechs Jahre vor Einweihung der Lutherkirche geleich nebenan.
Um 1960 wurde Robert Wagner für einige Jahre Eigentümer des Burgkeller-Gebäudes. Der Pächter des Lokals hieß Bernhard Brewka. Dessen Nachfolger war Ende der sechziger Jahre Bruno Baumhäckel im Burgkeller.
Danach gab es noch einige Wechsel in dem Lokal, auch die Namen änderten sich. So wurde aus dem Burgkeller der Jugendtreff Amadeus, danach hieß es einige Zeit Simpl, bevor wieder der Name Amadeus erschien. Inzwischen gibt es dieses Lokal im ehemaligen Burgkeller nicht mehr. Das Amadeus hat jetzt seinen Sitz schon mehrere Jahre einige Häuser weiter an derselben Straße.
Der Beitrag entstand in den 1990er Jahren
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Direkt am Eingang des Casinoparks von der Herzog-Wilhelm-Straße kommend befand sich Hotel Rebstock bzw. Hotel zum Rebstock. Der ältere Name des Hauses war um 1900 aber Niemeyers Hotel. Benannt nach seinem Besitzer August Niemeyer.
Erwähnt wird das Grundstück schon um 1835 und dabei als Castiessches Anwesen bezeichnet. Auch dieses Areal wird in späteren Jahren von Konsul Meier erworben, im Ganzen waren es ungefähr 3,5 Morgen Gemeindeland, die er in dieser Gegend in Bad Harzburg besaß. Konsul Meier fand auch Erwähnung in dem Buch von Friedrich Ehrhardt mit dem Titel: Namen aus der Harzburger Geschichte.
Das Hotel Rebstock in den 1930er Jahren.
Im Jahr 1899 kauft der Weinhändler August Niemeyer aus Schlewecke das Grundstück aus dem Nachlass von Konsul Meier. Er erbaut daraufhin Niemeyers Hotel, die Eröffnung war am 1. Juli 1900.
Zuvor musste ein kleineres Gebäude abgerissen werden, das an gleicher Stelle stand. Nach dem Abbau dieses Hauses wird es etwas später in der Herzog-Julius-Straße wieder aufgebaut und steht dort heute noch. August Niemeyer war von Beruf Küfer und kam von dieser Tätigkeit zum Weinhandel und zum Hotelfach.
Das Gebäude am Casinopark, das einst das Hotel Rebstock beherbergte, im Jahr 2000.
Die Zeit von August Niemeyer ging bis 1933, danach übernahm seine Ehefrau Gertrud, aus Berlin stammend, den Besitz. Hotel- und Restaurationspächter der Rebstockklause im Kellergeschoss des Gebäudes wird für viele Jahre Erich Straube.
Im Krieg diente Hotel Rebstock wie fast alle Bad Harzburger Hotels als Lazarett, nach dem Krieg wird der Hotelbetrieb schrittweise verkleinert. Die Hotelzimmer werden in Wohnungen umgewandelt, aus einstmals 24 Zimmern mit 36 Betten, bleiben z. B. im Jahr 1958 noch 12 Betten für Hotelgäste übrig.
Um 1960 steht Hotel Rebstock zum letzten Mal in einem Unterkunftsverzeichnis, die Leitung des Hauses hat inzwischen Frau M. Heisig, die Tochter von Gertrud und August Niemeyer.
Die Restaurationsbetriebe leitet G. Zisowsky und nennen sich jetzt Rebstock-Betriebe. Dies sind die Rebstock-Klause und ein Tanzlokal mit Namen „Party-Club“ bzw. „Hexen ein mal eins“.
Am 17. September 1989 kommt das Ende des Hotels Rebstock und der dazugehörigen Lokale. Danach befinden sich in dem Gebäude Wohnungen, mehrere Büros und Geschäfte, die Besitzer sind heute Nachkommen von Frau Heisig.
Der Beitrag stammt aus den 2000er Jahren
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Das Rex-Filmtheater im ehemaligen Hotel Fürstenhof an der Herzog-Julius-Straße in den frühen 1970er Jahren, nachdem der Mord an Besitzerin Dora Bräutigam Schlagzeilen gemacht hatte.
Das Hotel Fürstenhof
Ein größeres Hotel an der alten Chaussee, der heutigen Herzog-Julius-Straße, war der Fürstenhof. So der letzte Name des Hauses.
Erbaut 1876 von dem Restaurateur Gustav Maas aus Heudeper unter dem Namen Englischer Hof. Vermietet wurden damals 14 Zimmer mit 30 Betten. Auch eine Kegelbahn war schon erwähnt. Nächster Gastwirt und Hotelier wurde 1881 Carl Niehus und 1888 dessen Schweizer Landsmann Johann Huber. Dieser war vorher auf der Waldgaststätte Sennhütte ansässig.
Der Englische Hof an der Alten Chaussee (Herzog-Julius-Straße) um 1880.
1889 nannte man den Gastwirt Adolf Schrader als nächsten Besitzer. Einige Zeit hieß das Haus deshalb auch Schraders Hotel und Gasthof. In diesen Jahren fanden die ersten Harzburger Pferderennen hinter dem Hotel statt.
Veranstaltet auf der sogenannten Großen Wiese zwischen Herzog-Julius-Straße, Ilsenburger Straße und der Kirchstraße von 1880 bis 1908. Danach wurden bis in die heutige Zeit die Pferderennen in Bündheim Am weißen Stein ausgetragen. Später war auf dem ehemaligen Rennbahngelände unter anderem ein Sportplatz beheimatet.
August Buhs hieß 1899 der nächste Besitzer des Hauses. Der Name des Hotels war wieder Englischer Hof. Alte Fotos zeigen, dass auch schon Theateraufführungen stattfanden. Im Jahr 1901 erwarb Gustav Böhmer das Hotel und nennt es in späteren Jahren dann Fürstenhof, in dieser Zeit wurde das Haus vergrößert, sowie der vorhandene Theatersaal erweitert.
Um 1898 firmierte das Haus unter „Schrader’s Hotel“ und wies bereits einen Theatersaal auf.
Angeboten werden jetzt 56 Zimmer mit ca. 90 Betten, der Hotel- und Theaterkomplex bestand aus zwei Gebäudeteilen. Davon ein Teil direkt an der Herzog-Julius-Straße und das größere Gebäude etwas erhöht dahinter liegend. Der Name Böhmer blieb bis in die zwanziger Jahre mit dem Hotel verbunden.
Nächster Besitzer war 1920 O. Richter danach um 1925 Otto Buge. 1932 standen Kurt und Wilhelm Wilke in den Verzeichnissen, 1936 übernimmt August Gierschewski das Hotel, danach W. Haberland. Prominentester Gast in dieser Zeit war der frühere Reichskanzler Adolf Hitler mit Gefolge.
Im Krieg ruhte auch hier der Hotelbetrieb, danach war das Haus zum Teil mit Heimatvertriebenen belegt. Letzter Hotelbesitzer bzw. Pächter ist 1949 Ferdinand Schwandt. Danach gab es nur noch Kino- und Theaterbetrieb im Fürstenhof.
Der Name des Lichtspieltheaters war Schauburg und es war neben den Kammerlichtspielen in der Radauburg und der Filmbühne im Juliushall das dritte Bad Harzburger Kino. Kinobetreiber war Carl W. Bonse, dieser stammte aus Braunschweig und besaß dort schon ein Lichtspielhaus, welches jedoch in den Kriegsjahren ausgebombt wurde.
Kinowerbung für die Schauburg im Jahr 1953
Besitzer des Gesamtkomplexes Fürstenhof wurde um 1950 der Landwirt Botho v. Gamb Massauen. Ab 1956 dann eine Hotel Fürstenhof GmbH. Das Kino betrieb inzwischen die Fa. Dammeyer aus Bad Harzburg, diese besaß auch die erwähnten Kammerlichtspiele und die Filmbühne, die späteren Kur-Lichtspiele. Neben dem Kino war auch noch die Fürstenhofbar in den Räumlichkeiten untergebracht.
Hinter dem Gebäudekomplex vom Fürstenhof, wurde inzwischen auch wieder Sport geboten. Hier hatte der Fußballverein des BSV Harzburg seine Heimstatt. Dies galt bis zum Bau der neuen Durchgangsstraße in den sechziger Jahren. Danach ging der Sportbetrieb noch an der Waldhöhe weiter.
Der Abriss des „Fürstenhof“ im Jahr 1978.
Ende der fünfziger Jahre übernahm der Kaufmann Rudi Bräutigam als Pächter die Schauburg. Einige Zeit später erwarb er das ganze Anwesen an der Herzog-Julius-Straße. Überbleibsel des Fürstenhofes war ein Wohngebäude mit dem Fürstenhofkeller, besser bekannt als „Lilliputbar“, die in der Nachkriegs- und Besatzungszeit ihre besten Jahre hatte.
Pächter waren u. a. Mitte der fünfziger Jahre Kurt Camp und vom 1. November 1958 bis zum Ende im März 1962 Käte Ptach/Pfad. In der Zeit von Rudi Bräutigam wurde das Kino und Theatersaal von Grund auf modernisiert und umgebaut und hieß nun Rex-Filmtheater. Auch Theateraufführungen fanden noch statt, bekannt war in dieser Zeit der sogenannte Künstlertreff. Hier saßen nach der Vorstellung Schauspieler und Theaterbesucher zusammen und diskutierten über das Stück und manches andere mehr.
Nach dem Tod von Rudi Bräutigam übernahm dessen Ehefrau Dora Mitte der sechziger Jahre das Anwesen und das Kino. Im Jahr 1972 kam diese dann bei einem heimtückischen Brand- und Mordanschlag ums Leben. Die Gebäude werden danach vollends abgerissen und die lange Zeit vom Fürstenhof, Theater und Kino war vorüber. Einige Zeit blieb das Areal unbebaut, bis 1979 mit dem Bau der Wohnanlage Fürstenhof begonnen wurde und diese 1980 bezugsfertig ist. Auch die kleine Zufahrtsstraße bekam den Namen Fürstenhof Weg als Erinnerung an längst vergangene Zeiten.
An die Stelle des einstigen Hotels und Kinos rückte die Wohnanlage am Fürstenhofweg (1999).
Das Hotel „Wiener Hof“ an der Bummelallee im Jahr 1970.
Das Hotel Wiener Hof
Zwischen der Herzog-Wilhelm-Straße und verbunden mit einer Einfahrt zur Herzog-Julius-Straße gab es seit 1929das Hotel Wiener Hof. In früheren Zeiten nannte man die Herzog-Julius-Straße Alte Chaussee und die Herzog-Wilhelm-Straße wurde Neue Chaussee genannt.
Frühere Chronisten beschrieben das Grundstück mit der Ass-Nr. 63 im Besitz eines Zacharias Dammeyer. Etwa südlich der Saline Juliushall und dem ehemaligen Salzwerk liegend. Wahrscheinlich war auf dem Grundstück in Nähe der Saline und dem alten Salzwerk früher der sogenannte Salzkrug untergebracht
Bevor der Name Wiener Hof an dieser Stelle erschien, war dort Willes Kaiserrestaurant und Logierhaus untergebracht. Angegliedert waren auch die damals bekannten Rheingauer Weinstuben. Erwähnt wurden diese schon in einer Anzeige von 1885. Das ungefähre Baujahr der älteren Gebäude wurde mit 1871 angegeben.
Ansichtskarte von „Wille’s Logirhaus u. KaiserRestraurant.“, der Vorläufer des Hotels „Wiener Hof“ um 1900
Eigentümer der Restaurationen war lange Zeit Albert Wille sen. Der Familie Wille gehörte das ganze Grundstück zwischen dem ehemaligen Rheinischen Hof/Haus Vordereck und dem heutigen Berliner Platz. Erworben wurde es von der damaligen Harzburger Aktiengesellschaft, zu der neben dem Harzburger Hof und Kurhaus auch der naheliegende Konzertplatz „Unter den Eichen“ gehörte.
Das 1885 erbaute neue Wohnhaus von Familie Wille wurde Villa Flora genannt. Das markante an dem Gebäude, das es heute noch gibt, ist die Figur, die sich an der Südseite des Hauses befindet. Die Figur stellt die altitalienische Göttin der blühenden Vegetation dar. Hier von einem Künstler als junge Frau mit Blumenschale geschaffen.
Neben dem Restaurations- und Beherbergungsbetrieb unterhielt Albert Wille noch ein privates Fuhr- und Droschkengeschäft. Angeboten wurden fahrplanmäßige Fahrten in den Harz und zum Brocken. Platz für Pferde und Kutschen gab es auf dem großen Grundstück genug. Heute befindet sich dort das Cafe Sax, wo einstmals die Unterkünfte für Pferde waren.
Zusätzlich besaß Familie Wille noch ein Grundstück an der Schützenstraße, in dem ebenfalls Platz für Pferde und Droschken war. Außerdem gab es ein Haus und Grundstück der wohlhabenden Kaufmannsfamilie Zimmermann an der Herzog-Julius-Straße, in die A. Wille sen. eingeheiratet hatte.
Im Kaiserrestaurant und Logierhaus mit einem Angebot von 16 Zimmern und 22 Betten, waren noch einige kleinere Läden untergebracht. Auch in der Villa Flora gab es elf Zimmer mit 19 Betten für Harztouristen. Einer der Läden war das Fotoatelier von Albert Wille. Die Fotografie war das dritte Standbein von Albert Wille.
Das Hotel Wiener Hof in den 1930er Jahren.
Eine Rarität zur damaligen Zeit war 1896 ein fahrbares Fotoatelier auf dem Brocken, installiert auf einem Pferdewagen. Diese Zeit dauerte jedoch nur von Mai bis Oktober des erwähnten Jahres. Durch Querelen um den Standort des fahrbaren Ateliers und aufgrund zu geringen Gewinnes wurde das Unternehmen bald wieder eingestellt.
In einem Sommerwohnungsverzeichnis von 1904 führte immer noch Albert Wille sen. das Kaiserrestaurant und Hotel. In der Villa Flora indes stand schon Albert Wille jun. (geb. 1875) in den Verzeichnissen.
In diesen Jahren wurde das Kaiserrestaurant zwischenzeitlich auch verpachtet. So gab es 1905 einen Wirt namens Richard Weber. 1907 wieder A. Wille sen. und ab 1910 hieß der Wirt und Hotelier Fritz Köhler. Der Name des Hotels war jetzt nur noch Kaiserrestaurant, ebenso gab es auch Willes Fotoatelier nicht mehr. Das Fotoatelier leiteten inzwischen die Herren Köhler und Saemann. 1920 taucht der nächste Name im Kaiserrestaurant auf, der Pächter hieß A. Possow.
Das Hotel „wiener Hof“ Anfang der 1970er Jahre vor dem Bau der Bummelallee.
Danach übernahm der Wiener Benedikt Radek mit seiner Ehefrau Auguste das Geschäft. Im Jahr 1927 wurde das Gebäude um eine Etage erhöht und ab 1929 hieß es Wiener Hof. Das Fotoatelier hatte die Firma H. Fischer übernommen. Aus den ehemaligen Stallungen zwischen der Villa Flora und dem jetzigen Wiener Hof waren in den dreißiger Jahren längst Autogaragen geworden.
Auch eine kleine Tankstelle gab es nun und es wurden hauptsächlich Kraftfahrzeuge der Marken Borgward, Goliath und Tempo von der Firma Eugen Dienstbach betreut. Die Geschäfte in der Villa Flora, wozu das kleinere Gebäude immer noch gehörte, führte Emmi Wille, die Witwe von Albert Wille jun., der 1931 verstorben war.
1936 erwarb der Geschäftsmann Willi Bormann aus Westerode das Hotel. Familie Bormann besaß dort u. a. ein Milchgeschäft am Hohen Weg. Das Fotoatelier leitete noch einige Zeit die Fa. Carl Hartmann. Für Erholungssuchende standen inzwischen 26 Zimmer zur Verfügung. Die Kriegsjahre unterbrachen auch hier den Alltagsbetrieb.
Danach wurde der Wiener Hof von den englischen Besatzern als Leave-Center für Unteroffiziere und Mannschaften genutzt. 1952 stand der Wiener Hof wieder in den Unterkunftsverzeichnissen. Die Leitung des Hauses hatte immer noch Willi Bormann.
In der Villa Flora wurden von Emmi Wille noch Zimmer vermietet. Dies galt bis Ende der 1950er Jahre. Danach stand ein weiterer A. Wille mit Wohnsitz in New York als Hauseigentümer in den Einwohnermeldebüchern. Die Geschäfte der Pension führte inzwischen Frau E. Lehrmann. Aus der Tempo- und Goliath-Werkstatt war eine Fiat-Vertretung der Fa. Dienstbach geworden.
Am Wiener Hof war in jener Zeit das Kastanienbad untergebracht, die Leitung hatte Frau Elly Fritzke. Mit dem Extrakt von Rosskastanien wurden vielfach Venenleiden, Gewebeerkrankunken und auch Rheuma- und Gelenkerkrankungen behandelt. Anfang der sechziger Jahre wurden diese alten Gebäudeteile, in denen auch Fa. Moesgard ein Einzelhandelsgeschäft hatte, abgerissen.
Café Tolle (später Café Sax) am Hotel Wiener Hof um 1985
Im Jahr 1963 kam am Wiener Hof zusätzlich zum Altbau ein neuer Hoteltrakt dazu. Das Dachgeschoss beherbergte bis 1979 ein Terrassencafé und im Erdgeschoss gab es bis 1980 weiterhin den Lebensmittelhändler Moesgard, bekannt als der „Dänische Koopmann“.
Bei den Bauarbeiten Anfang der 1960er Jahre wurde ein Brunnen freigelegt, der in früheren Jahren das Wasser für die Pferde Ponys und Esel lieferte. Diesen Brunnen gibt es noch heute.
Im alten und neuen Hoteltrakt konnten jetzt ca. 45 Betten in 36 Zimmern vermietet werden. 1981 übernahm Peter Bormann als Nachfolger seines Vaters Willi das Hotel. Danach befand sich in dem Gesamtkomplex noch das Hotel mit Restaurant und Café. Das Bistro Cinema sowie ein Damen-Modegeschäft.
Im Jahr 2008 erwarb der Bad Harzburger Geschäftsmann Dirk Junicke den ganzen Komplex, um das Gesundheits- und Wellness-Hotel Plumbohms zu errichten. Aus dem Grund wurde im Mai 2009 das alte Gebäude komplett abgerissen und der jüngere Hoteltrakt aus den sechziger Jahren wurde zeitgleich von Grund auf saniert.
Aus der Villa Flora wurde inzwischen ein Privathaus. Zimmer wurden dort noch bis zum Jahr 2000 von Frau Lehrmann vermietet. Auch den ehemaligen Pferdestall zwischen beiden Häusern gibt es noch. Nach der Fiat-Vertretung gab es dort bis 1983 eine LADA-Agentur der Fa. Seifert. Danach war dort Tolles-Café und bis in die heutige Zeit befindet sich das Café Sax in den alten Mauern.
Der Beitrag stammt aus dem Jahr 2009
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Heute steht auf dem Areal das Hotel/Feriensuiten „Plumbohms“
In der Stadtmitte in bester Lage stand auf dem Areal, auf dem später und zum Teil noch heute der EDEKA-Markt, Kaffee Decker und das Verkehrsbüro standen, ein weiteres großes Bad Harzburger Hotel. Es hieß Löhrs Hotel, schon 1876 wurden 120 Betten vermietet. Die Zimmerpreise lagen zwischen 1,50 und 2,50 Mark.
Übertroffen wurde diese Bettenkapazität damals nur vom Harzburger Hof mit 270, sowie vom Kurhotel Juliushall mit 180 Betten. Das gegenüber liegende Hotel Viktoria, hatte erheblich weniger Betten. Gegründet wurde das Hotel 1867 vom Schaffner Löhr, hervorgehend aus Löhrs Pensionat. Dieses wurde schon 1862 in einem Unterkunftsverzeichnis erwähnt.
Löhrs Hotel im Bereich des späteren Platz Stadtmitte im Jahr 1918.
Angeboten wurden damals 13 Stuben und 14 Kammern mit ca. 50 Betten. Nach der Zeit vom Schaffner Löhr geht der Besitz an dessen Sohn Carl Löhr über. Zugehörig zum Hotel war die Villa Löhr an der Amsbergstraße. Aus dieser wurde in späteren Jahren u. a. das Irenenhaus, bzw. Hotel am Papenberg.
Nachfolgende Besitzer des Hotels im Stadtzentrum wurden ab 1887 Fritz Vogeler und ca. 1910 übernahm Fritz Bürchl das Hotel. Umgeben war das Hotel von einer parkähnlichen Anlage, diese verlief von der Herzog-Wilhelm-Str. bis an die Mitte der heutigen Goslarschen Straße.
Anfang der zwanziger Jahre erwarb Christian Ludwig Harig das Hotel und schenkte es wenig später seiner Pflegetochter Anna, im Jahr 1921 zur Hochzeit mit Fritz Wasmus. 1933 gab es mit Walter Ankermann den wahrscheinlich letzten Hotelpächter. Auch eine Frau Anna Wasmus gab es noch im Einwohnerverzeichnis dieses Jahres.
1936 wurde das Grundstück für 60.000 RM von der Stadt Bad Harzburg erworben und das Hotel abgerissen. Danach wurde an der Stelle der Platz Stadtmitte geschaffen. Gebaut wurde damals ein kleines Gebäude mit Platz für ein Büro der Kurbetriebsgesellschaft, der Buchhandlung Göebel und später dem Reisebüro der Firma Müller.
Mitte der 1960er Jahre wurde dieses Gebäude durch den heutigen größeren Komplex ersetzt. Direkt angrenzend an das ehemalige Verkehrsbüro befand sich lange Zeit ein Modegeschäft und bis in die heutige Zeit Café Decker. In dem Modegeschäft befinden sich jetzt Räumlichkeiten der Nord-LB. Das Verkehrsbüro findet sich heute in der Schmiedestraße wieder, an dessen Position am Platz Stadtmitte gibt es jetzt Bäckerei Wolf am Jungbrunnen.
Den Vorplatz ziert seit einiger Zeit der Jungbrunnen, initiiert von Dirk Junicke und durch Spenden finanziert. Daneben gibt es noch in der Sommersaison einen großen Pfau als Blumenschmuck. Ungefähr dort, wo der erste Brunnen 1936/37 seinen Platz hatte.
Der Beitrag entstand in den 1990er Jahren
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Das Hotel Käsewieter-Busch 1955 an der Herzog-Wilhelm-Straße.
Hotel Käsewieter-Busch
In Nachbarschaft des Café Peters und des Hotels Parkhof stand das Hotel Käsewieter-Busch, Herzog-Wilhelm-Straße 41a. Eingerahmt wurde das Gebäude vom ehemaligen Haus Busse mit der alten Hausnummer 41 unterhalb und vom Parkhof mit Hausnummer 41b oberhalb, Café Peters als Eckgrundstück hatte die Hausnummer 41c.
Alle vier Grundstücke gehörten einstmals Konsul Meyer und gingen um die Jahrhundertwende an andere Besitzer über. Das Gebäude von Café Peters beispielsweise gab es im Jahr 2000 bereits seit 100 Jahren, vorher stand dort ein Haus mit Namen Villa Frieda bzw. Haus Friedensburg, wie in alten Stadtplänen zu sehen ist.
Neben Café Peters in der Dommesstraße standen noch die Villen Brunhilde und Wartburg, diese Häuser gibt es in der heutigen Zeit nicht mehr. Unter der Leitung von Emil Peters gab es in dem Cafe auch einige Fremdenzimmer, so wurden 1904 drei Zimmer mit sechs Betten angeboten.
Die Villa Käsewieter, so der frühere Name, ist einige Jahre älter, dieses Gebäude gab es schon 1894, Gründer und Erbauer war August Käsewieter. Den Namen Käsewieter gab es schon einige Jahrhunderte im Harzburger Raum, auch heute gibt es noch Nachkommen aus dieser Linie.
August Käsewieter selbst war Schuhmacher, seine Werkstatt lag in einem kleineren Gebäude hinter der Pension. Ebenso war dort Platz für eigene und fremde Pferdegespanne, sowie Kammern für die Bediensteten der Reisenden.
Im Jahr 1904 gibt es in der Villa Käsewieter 16 Zimmer mit 26 Betten zu vermieten, die Leitung des Hauses hat immer noch August Käsewieter. 1924 wird das Gebäude umgebaut und vergrößert, in den dreißiger Jahren heißt es Fremdenpension Käsewieter-Busch, Chef ist jetzt Friedrich Käsewieter-Busch.
Außerdem gibt es in dem Gebäude noch den Friseur W. Henninger und die Buch- und Papierhandlung von Frau Pannier. Von 1941 bis 1945 ist in dem Gebäude ein Reservelazarett untergebracht, nach dem Krieg steht das Haus als Hotel Käsewieter-Busch unter der Regie von Fritz Busch in den Verzeichnissen.
In einer Liste von 1962 sind Else und Fritz Busch als Besitzer verzeichnet, 1965 F. Busch-Moch. Nächster Besitzer ist um 1967 Heinz Moch, der Hotelpächter heißt Erwin Auge. Um 1970 übernimmt Rosemarie Moch-Busch die Leitung des Hotels, jetzt an der Herzog-Wilhelm-Straße 102 liegend.
Im Jahr 1974 wurde das Hotel Käsewieter-Busch an der Herzog-Wilhelm-Straße ein Raub der Flammen.
1974 wird das Hotel durch einen Großbrand zerstört, danach gibt es 1975 einen Neubau mit gleichen Namen. Außerdem gibt es in dem Gebäude noch einen Restaurationsbetrieb, sowie ein Damenkonfektionsgeschäft.
Frau Moch-Busch hat die Leitung des Hauses bis 1985, nächste Besitzerin ist Frau Meyer-Hamm. Diese nennt das Hotel am Anfang der neunziger Jahre Hotel am Park, seit 1993 steht nach Frau Meyer-Hamm und Fam. Hansen bis heute C. Werner in den aktuellen Unterkunftsverzeichnissen.
Der Beitrag stammt aus den 1990er Jahren
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Das Hotel Seela 1971, vier Jahre nach der Übernahme durch Helmut Seela.
Hotel Seela
An der Bundesstraße 4, der Nordhäuserstraße, gelegen, gibt es seit nunmehr über 40 Jahren das Hotel Seela. Doch bevor es diesen Hotel-Namen in Bad Harzburg gab, standen zuvor an gleicher Stelle andere Gebäude mit wechselnden Funktionen.
Angefangen hatte alles mit der oberen Herzoglichen Sägemühle im Radautal. Dies zu Zeiten, als die Wasserkraft noch der wichtigste Energielieferant für die dort ansässigen Firmen war. Ende 1860 wurde dann besagte Wasser-Sägemühle von der Herzöglichen Kammer in Braunschweig an den Ingeneur F. A. Fischer, aus Holzminden stammend, verkauft.
Der Ingeneur Fischer macht aus der Sägemühle, deren Geschichte bis ins Jahr 1680 zurückreicht, die Nudel- und Maccaronifabrik Ettersgrund. Der Name wurde abgeleitet vom Ettersberg, an dessen Fuß das Anwesen lag.
Die Nudel und Maccaroni-Fabrik Ettersgrund um 1890 im Radautal.
1868 wurde die Nudel- und Maccaronifabrik an den Weißgerbermeister August Hoeppner aus Wolfenbüttel verkauft. Später kam noch ein Teilhaber mit Namen Wrede hinzu und die Firma hieß jetzt Hoeppner und Wrede. Im Volksmund kannte man den Betrieb aber nur als Hoeppnersche Nudelmühle.
Erste Schlafgelegenheiten wurden ebenfalls schon um 1876 im Zeichen des aufkommenden Tourismus von Familie Hoeppner vermietet. Es handelte sich um zwei Kammern mit sechs Betten, die für Fremde angeboten wurden. Vermietet wurden die Zimmer in einem 1860 erbauten Wohnhaus auf der gegenüberliegenden Straßenseite, dem Landhaus Ettersgrund.
Georgine, so hieß August Hoeppners Ehefrau, kannte sich mit dem Vermieten von Zimmern und dem Umgang mit Erholungssuchenden aus. Ihr Vater Eduard Roeder besaß zur damaligen Zeit zuerst das Hotel Bellevue und danach das Hotel Belvedere. Beide lagen an der Herzog-Julius-Straße und existieren schon viele Jahre nicht mehr.
Verkehrsmäßig stellte sich damals die Lage im Radautal nicht so dar wie in heutiger Zeit. Es gab als einzige Anbindung für größere Fuhrwerke die 1831 fertiggestellte Chaussee von Bad Harzburg nach Braunlage. Wobei dies aus heutiger Sicht nichts als ein besserer Schotterweg gewesen ist, auf dem man an andere Ziele im Radautal zum Torfhaus und nach Braunlage gelangte.
Die anderen Ziele waren unter anderem der 1838 angelegte Gabbro-Steinbruch und der durch einen künstlichen Kanal gespeiste Radau-Wasserfall, gebaut im Jahr 1859, sowie einige Forellenzuchtbetriebe. Ferner die beiden mit Wasserkraft betriebenen Holzstoff-Fabriken von Gustav Grätz und Adolf Weyland. Wobei die letzte Firma schon 1578 urkundlich erwähnt wurde, als Sägemühle des Andreas Weyland im Radauthal.
Beschäftigt wurden bei der Fa. Hoeppner und Wrede ca. 20 Leute. Hergestellt wurden Nudeln und Maccaroni, sowie Mehl allerfeinster Qualität. Für die Verteilung der Waren standen damals Pferdefuhrwerke oder Handkarren bereit. Durch die Anbindung Harzburgs an die erste Deutsche Staatseisenbahn seit 1838, konnte man die Erzeugnisse auch in entfernteren Gegenden präsentieren.
Das Hotel Waldmühle um das Jahr 1910.
1904 pachtete die Stadt Harzburg wegen der lange anhaltenden Dürre Quellen, die sich auf dem Hoeppnerschen Anwesen befanden. Danach wurden in Nähe des Grundstücks von der Stadt eigene Quellen erschlossen und man baute in den Jahren 1906/07 ein Wasserreservoir, um dem bestehenden Wassermangel vorzubeugen.
Nach dem Tod der Begründer leiteten die Wwe. Georgine Hoeppner, sowie August Hoeppner der Sohn des Firmenbegründers, die Nudelmühle. Der letzte Nudelmeister der Hoeppnerschen Nudel- und Maccaroni-Fabrik hieß Fritz Reinecke.
Der Betrieb der Nudelmühle lief dann bis etwa 1908. Danach wurde aus dem dreiteiligen Gebäudekomplex 1910 das Hotel Waldmühle. Die beiden anderen Sägemühlen im Radautal standen immer noch unter herzoglicher Verwaltung. Administrator war der Forstmeister Hermann Retemeyer. Beisitzer der Sägemühlenmeister Wilhelm Bülte und die Sägemühlenkasse verwaltete der Steuerinspektor Vogeley.
Erster Besitzer des Hotels Waldmühle war Arthur Schulz, doch schon 1912 gab es mit Hans und Walter Hüne dessen Nachfolger. Im September 1914 gab es einen Brand in dem Hotelgebäude. Alles wurde so schwer in Mitleidenschaft gezogen, dass an einen Wiederaufbau in bisheriger Form nicht zu denken war.
Das Einzige, was wohl noch funktionierte, war eine Turbine, die Wasserkraft in Strom umwandelte und auch noch lange Zeit ihren Dienst versehen hat. Das Wasser für die Turbine kam vom Philosophenbach, der hinter den Gebäuden seinen Verlauf hatte. Über ein Wehr gelangte das Wasser mit einem Sturz von ca. 15 Metern in den Turbinenraum, gelegen in einem Kellergeschoss des Hotels.
Danach lag das Areal einige Zeit brach und um 1917 entstand ein neues Hotel mit ebenfalls drei Gebäudeteilen. Es trug den Namen Waldheim von Hindenburg. Zusammen mit den Dependancen Villa Irmgard und Villa Anne-Marie wurden 50 Zimmer mit ca. 80 Betten angeboten.
Besitzer war Fam. Josef van Howe, mit Abstammung aus Flandern in Belgien. Die Nachkommen dieser Familie lebten noch bis zum Ende der 1980er Jahre in Bad Harzburg.
Aber auch diesen Hotelnamen gab es nicht lange im Radautal. Mitte der zwanziger Jahre wurde aus dem Hotel ein Ferienheim für Handel und Industrie. Zugehörig zur Deutschen Gesellschaft für Kaufmännische Erholungsheime e. V. mit Sitz in Wiesbaden.
Der Vorgänger dieses Heimes war zuvor an der Waldsiedlung Wolfsklippen untergebracht, gegründet 1912 als Erholungsstätte für Braunschweiger Kaufleute. Zu jener Zeit wurden 45 Heime von dieser Gesellschaft in Deutschland unterhalten. Sie galten insgesamt als gemeinnützige Unternehmen.
Aufgenommen wurden solche Personen, die auf Grund ihrer wirtschaftlichen Lage nicht im Stande waren, sich selbst oder Familienangehörigen eine Kur zu ermöglichen. Einer der ersten Verwalter des Hauses hieß Hermann Bender und das ehemalige Hotel nannte sich jetzt Harzheim.
Auch rund um das Harzheim und ehemalige Hotelgelände hatte sich einiges verändert, so wurde unter anderem die jetzige Reichsstraße 4 (spätere Bundesstraße 4) ausgebaut. Deren Verlauf ging von Kiel über Hamburg durch den Harz bis nach Nürnberg. Das Kopfsteinpflaster am Ortsausgang in Richtung Torfhaus gab es noch bis um 1960.
Ebenso hatte eine der letzten Schleif- und Sägemühlen im Radautal, die mit Wasser betrieben wurden, ihren Betrieb eingestellt. Auf dem ehem. Gelände in Kurparknähe, gab es seit 1930 das neue Schwimmbad und Anlagen der Kurgärtnerei.
Dann kamen die Kriegsjahre und sicherlich änderte sich auch in dem Erholungsheim der Alltagsbetrieb. Nachfolger des Verwalters Bender wurde für viele Jahre Kurt Rixecker. Er leitete das Heim bis in die 1960er Jahre. Mitte der 1960er Jahre wurde aus der Deutschen Gesellschaft für Kur- und Erholungsheime die Europäische Gesellschaft für Kur- und Erholungsheime, ebenfalls mit Sitz in Wiesbaden. Die Verwaltung des Heimes lag jetzt in den Händen von Frau Elisabeth Picolin.
Die Gebäude des Kaufmanns-Erholungsheims im Jahr 1932.
Im Februar 1967 erwarb der Hotelier Helmut Seela aus Braunschweig das dreiteilige Anwesen. Nach diversen Umbauten und erheblichen Investitionen, konnten schon im Herbst des Jahres Hotelbetten angeboten werden.
Das Stammhaus der Firma Seela gab es seit 1954 in Braunschweig und nannte sich Landhaus Seela, der ältere Name des Hauses war Gasthof Alte Mühle. Firma Seela hatte außer in Braunschweig und Bad Harzburg auch noch Hotels in Bad Lauterberg und Bad Kissingen.
Nach Übernahme des Hotels in Bad Harzburg mit ca. 100 Betten, wurde zusätzlich zum Hotelbetrieb eine Ferienfahrschule angegliedert. Zu Hochsaisonzeiten wurden bis zu 30 Fahrschulfahrzeuge eingesetzt. Die Fahrlehrer wurden damals im Stammhaus in Braunschweig geschult.
In diesen Jahren wurde erneut die jetzige Bundesstraße 4 ausgebaut, um eine bessere und schnellere Anbindung an den Hochharz zu ermöglichen. Vergessen waren die Zeiten, in denen vorherige Generationen auf gefährlichen und rutschigen Kopfsteinpflastern unterwegs waren.
Verschwunden war auch ein letztes Relikt, das noch an die jahrhundertlange Nutzung der Wasserkraft im Radautal erinnerte. Es war eine alte wassergetriebene Turbine im Hotel Seela, die bis 1968 ihren Dienst versah und Strom lieferte. Die Wartung und Betreuung der Turbine lag in Händen der Stadtwerke. Letzter verantwortlicher Monteur war Martin Blumeier.
Ab 1970 wurde dann das Hotel Seela vergrößert, die beiden alten Villen wurden abgerissen und durch größere Gebäude ersetzt. Zusätzlich kamen ein Hallenbad und eine Schönheitsfarm hinzu und so konnten im Jahr 1971 schon 193 Betten angeboten werden. Inzwischen wurde auch die Schnellstraße fertiggestellt, ebenso wie der Großparkplatz auf der gegenüberliegenden Straßenseite.
Das Hotel Seela, das 1999 schon rund 250 Betten bot.
Nach Fertigstellung aller drei neuen Hotelbauten in den 1970 Jahren waren es insgesamt 124 Zimmer mit 250 Betten, die den Erholungssuchenden zur Verfügung standen. Beschäftigt werden in dem Harzburger Betrieb ca. 60 Personen.
Im März 1980 gab es einen Großbrand in dem Gebäudetrakt. Das Feuer richtete beträchtlichen Schaden an. Besonders betroffen waren Einrichtungen und Räume der Kegelbahn. Letztgenannte wurde zusammen mit dem Kegelbahnrestaurant im Spätsommer dieses Jahres wieder umgestaltet. Das Restaurant hat jetzt den Namen „Zum Zwölfender“ und wurde mit vielen Geweihen und zusätzlich mit ca. 50 alten Harzburger Motiven ausgestattet.
Bis heute werden alle Annehmlichkeiten geboten, die einen modernen Hotelbetrieb auszeichnen. Einzig der ältere Mittel- und Eingangsbereich erinnert noch an vergangene Zeiten und das ehem. Hotel Waldheim v. Hindenburg. Auch die Villa Ettersgrund gegenüberliegend gibt es noch. Sie ist heute im Besitz von Fam. Resa, Nachkommen von August und Georgine Hoeppner, den ehemaligen Besitzern der alten Nudelmühle im Radautal.
Der Beitrag entstand in den 2000er Jahren
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Die Hotels Lindenhof (links) und Stadt Hannover (rechts) Ende der 1940er Jahre am Bahnhofsvorplatz Bad Harzburg.
Hotel Stadt Hannover
Direkt neben dem Lindenhof gelegen, aber mit Hausnummer an der Herzog-Wilhelm-Straße, gab es das Hotel Stadt Hannover. Durch Besitzerwechsel wurde der Lindenhof einstmals zweigeteilt, es gab das Hotel Lindenhof zum einen und ein angrenzendes Materialwarengeschäft sowie die Bierstube des Chr. Bruns zum anderen.
Das Hotel Stadt Hannover in den 1960er Jahren.
Zuvor leitete Johann Heinrich Schröder den Kramladen und die Bierstube in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof. Bierstuben gab es einige zur damaligen Zeit rund um den Bahnhof, es waren Treffpunkte von Handwerkern und Gewerbetreibenden.
Christian Bruns baut das Lokal im Lauf der Zeit zum Hotel aus und nennt es Hotel Hannover, wie es noch in einem Artikel der Harzburger Zeitung von November 1927 zu lesen ist. Nachfolgende Besitzer sind Bruns Erben und um 1930 heißt das Hotel dann Stadt Hannover.
Später wird auch das Hotel Stadt Hannover geschäftlich zweigeteilt. Frau Meta Bruns ist zuständig für den Hotelbetrieb und Wilhelm Reiche betreibt die Gastwirtschaft. Dies bleibt bis zum Ende des Hotels Stadt Hannover um 1968.
Farbenfroh, aber nicht mehr Hotel Stadt Hannover: Das Gebäude im Jahr 2000.
Von 1969 bis 1985 war das Schuhhaus Litten in den Räumen untergebracht, diese Firma zieht dann in die untere Herzog-Wilhelm-Straße. Nach einigen Modernisierungen und Umbauten in den 1980er und 1990er Jahren gibt es in der heutigen Zeit Wohnungen und einen Spielsalon in dem ehemaligen Hotel.
Der Beitrag stammt aus den 2000er Jahren.
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Blick in den 1880er Jahren auf die Papenbergstraße. In der Bildmitte mit Doppelgiebel das damlige Haus Mon Repos, später Hotel Richthofen.
Hotel Richthofen
Ein weiteres altes Gebäude an der Papenbergstraße ist das heutige Hotel Richthofen. Erwähnt wurde es schon 1870 in Harzburger Fremdenlisten, die vom Badekommissariat erstellt wurden.
Damaliger Name des Hauses war Villa Mon Repos (Mein Zuhause). Ein späteres Verzeichnis von 1876 mit den Vermieternamen von Hotels und Pensionen führte den Namen Nicolai im Zusammenhang mit Mon Repos auf.
Der Gebäudekomplex gliederte sich in zwei Teile, versehen jeweils mit den alten Ass-Nummern 177 und 193. Angeboten wurden damals 35 Zimmer mit 58 Betten für Erholungssuchende.
Das Hotel Haus Richthofen in den 1930er Jahren.
Jahre später, etwa um 1895, wurde aus Teilen des Beherbergungsbetriebs ein Töchterpensionat des C. von Schmidt mit seiner Ehefrau, einer geb. von Münchhausen. Die Leiterin der Töchterschule war längere Zeit Fräulein Lia von Zobelditz. In der Hauptsache wurde Deutsch, Französisch und Englisch gelehrt.
Man empfahl sich als vorzügliches Lehr- und Haushaltspensionat für in- und ausländische Schülerinnen und auch andere Annehmlichkeiten wie eigene Warmwasserheizung sowie elektrisches Licht in allen Räumen wurde geboten.
Ältere Aufnahmen aus der Zeit zum 1910, zeigen das Gebäude dann mit der Bezeichnung Haus von Zobelditz. Inzwischen wurden auch bauliche Veränderungen in Form eines größeren Anbaues mit Balkonen zur Burgbergseite hin vorgenommen
Nach Fräulein von Zobelditz übernahm Familie W. Funke das Haus und gestaltete es wieder um in eine Hotel-Pension. Jetziger Name war Haus Manfred Freiherr v. Richthofen. Benannt nach dem Jagdflieger des ersten Weltkriegs, mit rund 80 feindlichen Abschüssen. Laut früherer Chronisten soll er einige Male in der Pension genächtigt haben. Deshalb auch die Namensgebung. Bekannt war der junge Mann als Roter Baron, weil er meist mit einem roten Doppeldecker auf Feindflug war. 1918 fiel er in Frankreich im Alter von 26 Jahren.
Um 1920 gab es nach W. Funke die Namen Hettling und Brocke in einem Harzburger Hotelverzeichnis. Mitte der zwanziger Jahre übernahm Frau Else Funke das Geschäft. Angeboten wurden jetzt noch 17 Zimmer, davon sieben mit Veranden bzw. Balkon, mit insgesamt 38 Betten. Der Preis für Vollpension lag zwischen acht und zehn Mark.
Ende 1929 übernahm der Major a. D. Hans von Haeseler (Ein Onkel des Freiherrn v. Richthofen) den Betrieb. Umbauten wurden auch vorgenommen, ausgeführt von der Bad Harzburger Baufirma Koch und Winkler. Es konnten nun noch einige Zimmer mehr mit Balkonen angeboten werden.
Blick vom Balkon eines Richthofen-Zimmers 1967 auf den Burgberg.
In den Kriegsjahren war Haus Richthofen, wie es inzwischen abgekürzt hieß, auch Lazarettstation. In der darauffolgenden englischen Besatzungszeit diente es einige Jahre als Erholungsheim für weibliche Angehörige der Royal Air Force.
Neue Besitzer gab es nach dem Krieg ebenfalls. Es waren Frau Frieda Schröder und Frau Dora Ilse Schwidopp. Diese Zeit geht bis um 1958, dann steht Frieda Schröder allein in den Unterkunftsverzeichnissen. Ältere Anzeigen aus den sechziger Jahren zeigen Haus Richthofen, Haus Elisabeth und Haus Irene gemeinsam.
Die beiden anderen Häuser lagen jeweils an der Straße Hinterm Kurhaus und man warb zusammen mit dem Oberbegriff „Insel der Ruhe“. Die drei Häuser hatten zusammen rund 80 Betten. Heute heißt die kurze Stichstraße, die von der Papenbergstraße zur Kurhausstraße führt, Am Kurpark.
Hotel Haus Richthofen und Café Rosé im Jahr 1977.
Pensionsbetreiber aller drei Häuser war damals einige Zeit Familie Kleeberg. Auch räumlich waren alle drei Häuser verbunden. Andere Pächter – und Besitzernamen vom Haus Irene und Haus Elisabeth waren früher und heute u. a. Fam. Sander, Geschw. Förster, Fam. Dieckmann und Fam. Valentin. Anfang der fünfziger Jahre war Haus Elisabeth auch eine Dependance des Burgbergsanatoriums.
Ende der sechziger Jahre hießen die neuen Besitzer im Hotel Richthofen Gertrud und Guido Bruns. Diese Ära ging bis 1984, zwischenzeitlich wurden weitere bauliche Veränderungen vorgenommen und das Café Rose der Konditorei Falkenhagen integriert.
Ab 1984 stehen dann Helga und Joachim Dolata für ca. zehn Jahre als Vermieter in den Hotelprospekten. Im Jahr 1995 gab es mit Familie Ramm die Nachfolger bis in die heutige Zeit in der Papenbergstraße Nummer drei und fünf.
Der Beitrag stammt aus den 1990er Jahren
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