Hotel Rebstock

Hotel Rebstock
Niemeyer’s Hotel zum Rebstock um 1910.

Hotel Rebstock

Direkt am Eingang des Casinoparks von der Herzog-Wilhelm-Straße kommend befand sich Hotel Rebstock bzw. Hotel zum Rebstock. Der ältere Name des Hauses war um 1900 aber Niemeyers Hotel. Benannt nach seinem Besitzer August Niemeyer.

Erwähnt wird das Grundstück schon um 1835 und dabei als Castiessches Anwesen bezeichnet. Auch dieses Areal wird in späteren Jahren von Konsul Meier erworben, im Ganzen waren es ungefähr 3,5 Morgen Gemeindeland, die er in dieser Gegend in Bad Harzburg besaß. Konsul Meier fand auch Erwähnung in dem Buch von Friedrich Ehrhardt mit dem Titel: Namen aus der Harzburger Geschichte.

Das Hotel Rebstock in den 1930er Jahren.

Im Jahr 1899 kauft der Weinhändler August Niemeyer aus Schlewecke das Grundstück aus dem Nachlass von Konsul Meier. Er erbaut daraufhin Niemeyers Hotel, die Eröffnung war am 1. Juli 1900.

Zuvor musste ein kleineres Gebäude abgerissen werden, das an gleicher Stelle stand. Nach dem Abbau dieses Hauses wird es etwas später in der Herzog-Julius-Straße wieder aufgebaut und steht dort heute noch. August Niemeyer war von Beruf Küfer und kam von dieser Tätigkeit zum Weinhandel und zum Hotelfach.

Das Gebäude am Casinopark, das einst das Hotel Rebstock beherbergte, im Jahr 2000.

Die Zeit von August Niemeyer ging bis 1933, danach übernahm seine Ehefrau Gertrud, aus Berlin stammend, den Besitz. Hotel- und Restaurationspächter der Rebstockklause im Kellergeschoss des Gebäudes wird für viele Jahre Erich Straube.

Im Krieg diente Hotel Rebstock wie fast alle Bad Harzburger Hotels als Lazarett, nach dem Krieg wird der Hotelbetrieb schrittweise verkleinert. Die Hotelzimmer werden in Wohnungen umgewandelt, aus einstmals 24 Zimmern mit 36 Betten, bleiben z. B. im Jahr 1958 noch 12 Betten für Hotelgäste übrig.

Um 1960 steht Hotel Rebstock zum letzten Mal in einem Unterkunftsverzeichnis, die Leitung des Hauses hat inzwischen Frau M. Heisig, die Tochter von Gertrud und August Niemeyer.

Die Restaurationsbetriebe leitet G. Zisowsky und nennen sich jetzt Rebstock-Betriebe. Dies sind die Rebstock-Klause und ein Tanzlokal mit Namen „Party-Club“ bzw. „Hexen ein mal eins“.

Am 17. September 1989 kommt das Ende des Hotels Rebstock und der dazugehörigen Lokale. Danach befinden sich in dem Gebäude Wohnungen, mehrere Büros und Geschäfte, die Besitzer sind heute Nachkommen von Frau Heisig.


Der Beitrag stammt aus den 2000er Jahren

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