
Hotel Käsewieter-Busch
In Nachbarschaft des Café Peters und des Hotels Parkhof stand das Hotel Käsewieter-Busch, Herzog-Wilhelm-Straße 41a. Eingerahmt wurde das Gebäude vom ehemaligen Haus Busse mit der alten Hausnummer 41 unterhalb und vom Parkhof mit Hausnummer 41b oberhalb, Café Peters als Eckgrundstück hatte die Hausnummer 41c.
Alle vier Grundstücke gehörten einstmals Konsul Meyer und gingen um die Jahrhundertwende an andere Besitzer über. Das Gebäude von Café Peters beispielsweise gab es im Jahr 2000 bereits seit 100 Jahren, vorher stand dort ein Haus mit Namen Villa Frieda bzw. Haus Friedensburg, wie in alten Stadtplänen zu sehen ist.
Neben Café Peters in der Dommesstraße standen noch die Villen Brunhilde und Wartburg, diese Häuser gibt es in der heutigen Zeit nicht mehr. Unter der Leitung von Emil Peters gab es in dem Cafe auch einige Fremdenzimmer, so wurden 1904 drei Zimmer mit sechs Betten angeboten.
Die Villa Käsewieter, so der frühere Name, ist einige Jahre älter, dieses Gebäude gab es schon 1894, Gründer und Erbauer war August Käsewieter. Den Namen Käsewieter gab es schon einige Jahrhunderte im Harzburger Raum, auch heute gibt es noch Nachkommen aus dieser Linie.
August Käsewieter selbst war Schuhmacher, seine Werkstatt lag in einem kleineren Gebäude hinter der Pension. Ebenso war dort Platz für eigene und fremde Pferdegespanne, sowie Kammern für die Bediensteten der Reisenden.
Im Jahr 1904 gibt es in der Villa Käsewieter 16 Zimmer mit 26 Betten zu vermieten, die Leitung des Hauses hat immer noch August Käsewieter. 1924 wird das Gebäude umgebaut und vergrößert, in den dreißiger Jahren heißt es Fremdenpension Käsewieter-Busch, Chef ist jetzt Friedrich Käsewieter-Busch.
Außerdem gibt es in dem Gebäude noch den Friseur W. Henninger und die Buch- und Papierhandlung von Frau Pannier. Von 1941 bis 1945 ist in dem Gebäude ein Reservelazarett untergebracht, nach dem Krieg steht das Haus als Hotel Käsewieter-Busch unter der Regie von Fritz Busch in den Verzeichnissen.
In einer Liste von 1962 sind Else und Fritz Busch als Besitzer verzeichnet, 1965 F. Busch-Moch. Nächster Besitzer ist um 1967 Heinz Moch, der Hotelpächter heißt Erwin Auge. Um 1970 übernimmt Rosemarie Moch-Busch die Leitung des Hotels, jetzt an der Herzog-Wilhelm-Straße 102 liegend.

1974 wird das Hotel durch einen Großbrand zerstört, danach gibt es 1975 einen Neubau mit gleichen Namen. Außerdem gibt es in dem Gebäude noch einen Restaurationsbetrieb, sowie ein Damenkonfektionsgeschäft.
Frau Moch-Busch hat die Leitung des Hauses bis 1985, nächste Besitzerin ist Frau Meyer-Hamm. Diese nennt das Hotel am Anfang der neunziger Jahre Hotel am Park, seit 1993 steht nach Frau Meyer-Hamm und Fam. Hansen bis heute C. Werner in den aktuellen Unterkunftsverzeichnissen.
Der Beitrag stammt aus den 1990er Jahren
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