{"id":244,"date":"2025-12-21T10:12:36","date_gmt":"2025-12-21T10:12:36","guid":{"rendered":"https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/?p=244"},"modified":"2025-12-21T10:12:38","modified_gmt":"2025-12-21T10:12:38","slug":"hotel-richthofen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/?p=244","title":{"rendered":"Hotel Richthofen"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"580\" src=\"https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/1880-papenbergstrasse-1024x580.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-238\" srcset=\"https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/1880-papenbergstrasse-1024x580.jpg 1024w, https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/1880-papenbergstrasse-300x170.jpg 300w, https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/1880-papenbergstrasse-768x435.jpg 768w, https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/1880-papenbergstrasse-1536x869.jpg 1536w, https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/1880-papenbergstrasse.jpg 1984w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Blick in den 1880er Jahren  auf die Papenbergstra\u00dfe. In der Bildmitte mit Doppelgiebel das damlige Haus Mon Repos, sp\u00e4ter Hotel Richthofen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hotel Richthofen<\/h2>\n\n\n\n<p>Ein weiteres altes Geb\u00e4ude an der Papenbergstra\u00dfe ist das heutige Hotel Richthofen. Erw\u00e4hnt wurde es schon 1870 in Harzburger Fremdenlisten, die vom Badekommissariat erstellt wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Damaliger Name des Hauses war Villa Mon Repos (Mein Zuhause). Ein sp\u00e4teres Verzeichnis von 1876 mit den Vermieternamen von Hotels und Pensionen f\u00fchrte den Namen Nicolai im Zusammenhang mit Mon Repos auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Geb\u00e4udekomplex gliederte sich in zwei Teile, versehen jeweils mit den alten Ass-Nummern 177 und 193. Angeboten wurden damals 35 Zimmer mit 58 Betten f\u00fcr Erholungssuchende.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"535\" height=\"350\" src=\"https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Hot.-Haus-Richthofen-Papenbergstrasse-7-v.-Haeseler-um-1930.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-239\" srcset=\"https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Hot.-Haus-Richthofen-Papenbergstrasse-7-v.-Haeseler-um-1930.jpg 535w, https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Hot.-Haus-Richthofen-Papenbergstrasse-7-v.-Haeseler-um-1930-300x196.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 535px) 100vw, 535px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Das Hotel Haus Richthofen in den 1930er Jahren.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Jahre sp\u00e4ter, etwa um 1895, wurde aus Teilen des Beherbergungsbetriebs ein T\u00f6chterpensionat des C. von Schmidt mit seiner Ehefrau, einer geb. von M\u00fcnchhausen. Die Leiterin der T\u00f6chterschule war l\u00e4ngere Zeit Fr\u00e4ulein Lia von Zobelditz. In der Hauptsache wurde Deutsch, Franz\u00f6sisch und Englisch gelehrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Man empfahl sich als vorz\u00fcgliches Lehr- und Haushaltspensionat f\u00fcr in- und ausl\u00e4ndische Sch\u00fclerinnen und auch andere Annehmlichkeiten wie eigene Warmwasserheizung sowie elektrisches Licht in allen R\u00e4umen wurde geboten.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00c4ltere Aufnahmen aus der Zeit zum 1910, zeigen das Geb\u00e4ude dann mit der Bezeichnung Haus von Zobelditz. Inzwischen wurden auch bauliche Ver\u00e4nderungen in Form eines gr\u00f6\u00dferen Anbaues mit Balkonen zur Burgbergseite hin vorgenommen<\/p>\n\n\n\n<p>Nach Fr\u00e4ulein von Zobelditz \u00fcbernahm Familie W. Funke das Haus und gestaltete es wieder um in eine Hotel-Pension. Jetziger Name war Haus Manfred Freiherr v. Richthofen. Benannt nach dem Jagdflieger des ersten Weltkriegs, mit rund 80 feindlichen Absch\u00fcssen. Laut fr\u00fcherer Chronisten soll er einige Male in der Pension gen\u00e4chtigt haben. Deshalb auch die Namensgebung. Bekannt war der junge Mann als Roter Baron, weil er meist mit einem roten Doppeldecker auf Feindflug war. 1918 fiel er in Frankreich im Alter von 26 Jahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Um 1920 gab es nach W. Funke die Namen Hettling und Brocke in einem Harzburger Hotelverzeichnis. Mitte der zwanziger Jahre \u00fcbernahm Frau Else Funke das Gesch\u00e4ft. Angeboten wurden jetzt noch 17 Zimmer, davon sieben mit Veranden bzw. Balkon, mit insgesamt 38 Betten. Der Preis f\u00fcr Vollpension lag zwischen acht und zehn Mark.<\/p>\n\n\n\n<p>Ende 1929 \u00fcbernahm der Major a. D. Hans von Haeseler (Ein Onkel des Freiherrn v. Richthofen) den Betrieb. Umbauten wurden auch vorgenommen, ausgef\u00fchrt von der Bad Harzburger Baufirma Koch und Winkler. Es konnten nun noch einige Zimmer mehr mit Balkonen angeboten werden.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"746\" src=\"https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Hotel-Richthofen-m.-Blick-z.-Burgb.-1967-1024x746.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-242\" srcset=\"https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Hotel-Richthofen-m.-Blick-z.-Burgb.-1967-1024x746.jpg 1024w, https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Hotel-Richthofen-m.-Blick-z.-Burgb.-1967-300x219.jpg 300w, https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Hotel-Richthofen-m.-Blick-z.-Burgb.-1967-768x559.jpg 768w, https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Hotel-Richthofen-m.-Blick-z.-Burgb.-1967-1536x1119.jpg 1536w, https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Hotel-Richthofen-m.-Blick-z.-Burgb.-1967-2048x1492.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Blick vom Balkon eines Richthofen-Zimmers 1967 auf den Burgberg.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>In den Kriegsjahren war Haus Richthofen, wie es inzwischen abgek\u00fcrzt hie\u00df, auch Lazarettstation. In der darauffolgenden englischen Besatzungszeit diente es einige Jahre als Erholungsheim f\u00fcr weibliche Angeh\u00f6rige der Royal Air Force.<\/p>\n\n\n\n<p>Neue Besitzer gab es nach dem Krieg ebenfalls. Es waren Frau Frieda Schr\u00f6der und Frau Dora Ilse Schwidopp. Diese Zeit geht bis um 1958, dann steht Frieda Schr\u00f6der allein in den Unterkunftsverzeichnissen. \u00c4ltere Anzeigen aus den sechziger Jahren zeigen Haus Richthofen, Haus Elisabeth und Haus Irene gemeinsam.<\/p>\n\n\n\n<p>Die beiden anderen H\u00e4user lagen jeweils an der Stra\u00dfe Hinterm Kurhaus und man warb zusammen mit dem Oberbegriff \u201eInsel der Ruhe\u201c. Die drei H\u00e4user hatten zusammen rund 80 Betten. Heute hei\u00dft die kurze Stichstra\u00dfe, die von der Papenbergstra\u00dfe zur Kurhausstra\u00dfe f\u00fchrt, Am Kurpark.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"669\" src=\"https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Hotel-Richthofen-1977-1024x669.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-240\" srcset=\"https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Hotel-Richthofen-1977-1024x669.jpg 1024w, https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Hotel-Richthofen-1977-300x196.jpg 300w, https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Hotel-Richthofen-1977-768x502.jpg 768w, https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Hotel-Richthofen-1977-1536x1004.jpg 1536w, https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Hotel-Richthofen-1977-2048x1339.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Hotel Haus Richthofen und Caf\u00e9 Ros\u00e9 im Jahr 1977.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Pensionsbetreiber aller drei H\u00e4user war damals einige Zeit Familie Kleeberg. Auch r\u00e4umlich waren alle drei H\u00e4user verbunden. Andere P\u00e4chter &#8211; und Besitzernamen vom Haus Irene und Haus Elisabeth waren fr\u00fcher und heute u. a. Fam. Sander, Geschw. F\u00f6rster, Fam. Dieckmann und Fam. Valentin. Anfang der f\u00fcnfziger Jahre war Haus Elisabeth auch eine Dependance des Burgbergsanatoriums.<\/p>\n\n\n\n<p>Ende der sechziger Jahre hie\u00dfen die neuen Besitzer im Hotel Richthofen Gertrud und Guido Bruns. Diese \u00c4ra ging bis 1984, zwischenzeitlich wurden weitere bauliche Ver\u00e4nderungen vorgenommen und das Caf\u00e9 Rose der Konditorei Falkenhagen integriert.<\/p>\n\n\n\n<p>Ab 1984 stehen dann Helga und Joachim Dolata f\u00fcr ca. zehn Jahre als Vermieter in den Hotelprospekten. Im Jahr 1995 gab es mit Familie Ramm die Nachfolger bis in die heutige Zeit in der Papenbergstra\u00dfe Nummer drei und f\u00fcnf.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\">Der Beitrag stammt aus den <strong>1990er<\/strong> Jahren<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\">Weitere Bilder zum Hotel Richthofen unter <strong><a href=\"https:\/\/harz-history.de\/\">Harz-History<\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Blick in den 1880er Jahren auf die Papenbergstra\u00dfe. In der Bildmitte mit Doppelgiebel das damlige Haus Mon Repos, sp\u00e4ter Hotel Richthofen. Hotel Richthofen Ein weiteres altes Geb\u00e4ude an der Papenbergstra\u00dfe ist das heutige Hotel Richthofen. 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