{"id":223,"date":"2025-12-21T08:17:33","date_gmt":"2025-12-21T08:17:33","guid":{"rendered":"https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/?p=223"},"modified":"2025-12-21T08:47:40","modified_gmt":"2025-12-21T08:47:40","slug":"hotel-germania","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/?p=223","title":{"rendered":"Hotel Germania\u00a0\u00a0"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"469\" src=\"https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/germania-hexenklause-1959-ha-1024x469.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-225\" srcset=\"https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/germania-hexenklause-1959-ha-1024x469.jpg 1024w, https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/germania-hexenklause-1959-ha-300x137.jpg 300w, https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/germania-hexenklause-1959-ha-768x352.jpg 768w, https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/germania-hexenklause-1959-ha-1536x703.jpg 1536w, https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/germania-hexenklause-1959-ha-2048x937.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Das Hotel Germania am heutigen Derliner Platz in den sp\u00e4ten 1950er Jahren mit Kiosk und Restaurant Hexenklause.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hotel Germania&nbsp;&nbsp;<\/h2>\n\n\n\n<p>An der ehemaligen oberen Herzog-Wilhelm-Stra\u00dfe, dem heutigen Berliner Platz, gibt es das Hotel Germania. In fr\u00fcheren Jahren hatte das Geb\u00e4ude an der rechten Radauseite die alte Assekuranz Nr. 17. Erw\u00e4hnt wurde diese Nummer unter anderem schon in alten Chroniken und Verzeichnissen von 1759, 1873 und 1875.<\/p>\n\n\n\n<p>Dies jedoch f\u00fcr ein Geb\u00e4ude an der Herzog-Julius-Stra\u00dfe. Hier hatte der B\u00e4ckermeister Herrmann Casties sein Gesch\u00e4ft und vermietete 1876 schon als Nebenerwerb drei Kammern mit sechs Betten. Der Preis f\u00fcr eine Kammer mit zwei Betten betrug 75 Mark pro Monat.<\/p>\n\n\n\n<p>Es handelte sich dabei um das Haus, in dem auch zuletzt die B\u00e4ckerei Ebeling von 1935 bis 1996 ihren Sitz hatte. Im Jahr 1886 fand man die gleiche Feuerversicherungsnummer 17 an dem Haus an der Radau. Sp\u00e4tere Besitzerin wurde 1890 Witwe Johanne Casties geb. Warnecke, wie es in alten Beschreibungen hie\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>Erworben wurde das Grundst\u00fcck von der damaligen Harzburger Aktiengesellschaft, zu der unter anderem das nahegelegene Kurhaus und der Harzburger Hof geh\u00f6rten. Bedingung an eine Baugenehmigung war, dass man auf dem Grundst\u00fcck kein Hotelgeb\u00e4ude errichten durfte.<\/p>\n\n\n\n<p>Sicherlich war das sp\u00e4tere Anwesen der Familie Casties als Altersruhesitz gedacht und bekam deshalb die gleiche Ass-Nr. wie das Gesch\u00e4ft in der Herzog-Julius-Stra\u00dfe. In einem Sommerwohnungsverzeichnis von 1904 stand weiterhin Frau Johanne Casties in den Beschreibungen. Vermietet wurden im Parterre und Obergeschoss 12 Zimmer mit 20 Betten<\/p>\n\n\n\n<p>Inzwischen gab es eine neue Adresse, das Geb\u00e4ude stand jetzt an der Herzog-Wilhelm-Stra\u00dfe 49. Es war das letzte Haus, bevor der Stra\u00dfenverlauf in die Nordh\u00e4user Stra\u00dfe \u00fcberging. Im Jahr 1907 wurde Villa Germania im damaligen Adressbuch als Hotel Garni bezeichnet. Eigent\u00fcmerin ist immer noch Frau Johanne Casties. Mitbewohner im Haus war der Oberpostassistent Hermann Kleine.<\/p>\n\n\n\n<p>Um 1918 hie\u00df die Pensionsbetreiberin der Villa Germania Frl. Berta Vorkauf. Mitte der zwanziger Jahre gab es mit dem Bauunternehmer Wilhelm Sumburg einen neuen Eigent\u00fcmer des Geb\u00e4udes.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"718\" src=\"https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Fremdenh.-Germania-ca.1955-1024x718.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-224\" srcset=\"https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Fremdenh.-Germania-ca.1955-1024x718.jpg 1024w, https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Fremdenh.-Germania-ca.1955-300x210.jpg 300w, https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Fremdenh.-Germania-ca.1955-768x538.jpg 768w, https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Fremdenh.-Germania-ca.1955.jpg 1064w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Das Fremdenheim Haus Germania um das Jahr 1955<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Ein Mitbewohner in dem Haus war unter anderem der Elektromeister Karl Petermann. Die Zimmervermietung lag in H\u00e4nden der Familie von Wilucki. Anfang der 1930er Jahre gab es mit dem Reichsbahnobersekret\u00e4r i. R. Heinrich Laue aus Hannover den n\u00e4chsten Eigent\u00fcmer des Hauses. Die Pensionsleitung hatte zun\u00e4chst Frl. Lena Schrader und Mitte der drei\u00dfiger Jahre Frau E. Jergolla.<\/p>\n\n\n\n<p>In dieser Zeit wurde ein Kiosk gegen\u00fcber der Villa errichtet. Verkauft wurden dort die Andenken und Spielwaren der Fa. Bertram, die in der Stadtmitte ihr Hauptgesch\u00e4ft hatte. Erbaut wurde der aus Holz gefertigte Kiosk im Baustil der alten \u201eKolonaden Unter den Eichen\u201c, die in der damaligen Zeit festen Bauten weichen mussten. In sp\u00e4teren Jahren wurde aus dem Geb\u00e4ude das Caf\u00e9 Germania und danach das Restaurant Hexenklause<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Krieg stand Ella Laue als Eigent\u00fcmerin der Villa Germania im Einwohnerverzeichnis. Den Pensionsbetrieb leitete Hildegard Kauke. In den 1950er Jahren erfolgte auch der Zusammenschluss des Fremdenheims Germania mit dem ehemaligen Kiosk der Firma Bertram, jetziger Name war Caf\u00e9 Germania an der Herzog- Wilhelm Stra\u00dfe 49a.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Leitung beider Betriebe hatte Hildegard Kauke inne. P\u00e4chter des Caf\u00e9s war Erwin Mischke. An dem Geb\u00e4ude befand sich auch seit 1951 der Durchgang in die Kuranlagen, ein Zigarrengesch\u00e4ft und \u00f6ffentliche Toiletten der Kurbetriebsgesellschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Mitte der f\u00fcnfziger Jahre war Hildegard Walter geb. Kauke Eigent\u00fcmerin vom Haus Germania und der jetzigen Hexenklause. 1959 stand wieder Ella Laue als Eigent\u00fcmerin in den Unterkunftslisten und Frau H. Kauke leitete die Pension und die Hexenklause. In dieser Zeit wurde aus dem Fremdenheim Germania das Kurheim Germania. Angeboten wurden 20 Betten. Preis pro Bett zwischen 4,- und 8,- DM, ein Fr\u00fchst\u00fcck gab es ab 2,- DM. Vollpension kostete je nach Beschaffenheit der Mahlzeiten 12,- bis 16,- DM. Leitender Arzt war Dr. med. H. W\u00fcrschmidt. Kneippanwendungen gab es durch Fachpersonal im Haus.<\/p>\n\n\n\n<p>Mitte der sechziger Jahre wurde wieder Frau Kauke Eigent\u00fcmerin vom Kurheim Germania und der Hexenklause. P\u00e4chter war dort seit Anfang 1961 Werner Christmann und den Tabakladen nebenan leitete Martha Kluske. In dieser Zeit gab es wieder eine \u00c4nderung, aus der Herzog-Wilhelm-Stra\u00dfe wurde der Berliner Platz.<\/p>\n\n\n\n<p>Ende der sechziger Jahre erwarb der Bad Harzburger Kaufmann Heinz Adam beide Gesch\u00e4fte. Vorher hatte er einen Gem\u00fcseladen an der Burgstra\u00dfe. Einige H\u00e4user wurden dort aber im Rahmen des Stra\u00dfenbaues der neuen Bundesstra\u00dfe 4 abgerissen.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 1. September 1970, gab es einen erneuten Wechsel der Eigentumsverh\u00e4ltnisse. Nachfolger von Herrn Adam wurde Familie Wagner. Im Lauf der Jahre baute Familie Wagner die Fremdenpension und Kurheim nach und nach zum Hotel aus. So wurden 1975 36 Betten angeboten und 1980 waren es 49 Betten, die zur Verf\u00fcgung standen.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Hexenklause war zwischenzeitlich ein Wechsel eingetreten. Neue Eigent\u00fcmer nach Familie Christmann, war seit dem 1. April 1978 Familie D\u00f6pelheuer. Mitte der achtziger Jahre wurde der Anbau an der Hexenklause abgerissen. Dies geschah im Rahmen der Innenstadtsanierung und des Ausbaues der Herzog-Wilhelm-Stra\u00dfe zur kompletten Fu\u00dfg\u00e4ngerzone.<\/p>\n\n\n\n<p>Abgerissen wurde ebenfalls ein Kiosk und Infostand unterhalb der Hexenklause. In fr\u00fcheren Jahren hatte auch die S\u00fcdharzeisenbahn und das Harzburger Busunternehmen Dreisvogt hier einen St\u00fctzpunkt. In dieser Zeit wurde die Hexenklause nach und nach ausgebaut und vergr\u00f6\u00dfert.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"750\" src=\"https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Alte_Kaiser_Eiche_Berliner_Platz_Sept_2002_50e943d959-1024x750.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-227\" srcset=\"https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Alte_Kaiser_Eiche_Berliner_Platz_Sept_2002_50e943d959-1024x750.jpg 1024w, https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Alte_Kaiser_Eiche_Berliner_Platz_Sept_2002_50e943d959-300x220.jpg 300w, https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Alte_Kaiser_Eiche_Berliner_Platz_Sept_2002_50e943d959-768x562.jpg 768w, https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Alte_Kaiser_Eiche_Berliner_Platz_Sept_2002_50e943d959-1536x1125.jpg 1536w, https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Alte_Kaiser_Eiche_Berliner_Platz_Sept_2002_50e943d959.jpg 1987w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die 1892 gepflanzte &#8222;Kaisereiche&#8220; im Jahr 2002 auf dem Berliner Platz.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Das Einzige, was damals wie heute noch am Berliner Platz an alte Zeiten erinnerte, war die 1892 gepflanzte Eiche. Gewidmet zu Ehren des 100 Geburtstages von Kaiser Wilhelm I., deshalb auch Kaisereiche genannt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ferner gibt es noch den Hinweisstein mit dem Berliner B\u00e4ren, der auf die Entfernung zwischen Bad Harzburg und Berlin mit 262 Kilometern hinweist. Er steht heute auf einer Verkehrsinsel an der Papenbergstra\u00dfe, am Abzweig nach \u201eBerlin\u201c und Braunlage. Nach weiteren Erweiterungsbauten wurden 1990 im Hotel Germania&nbsp; 55 Betten angeboten.<\/p>\n\n\n\n<p>1994 \u00fcbernahm Vince Luthmann von Familie D\u00f6pelheuer die Hexenklause und nach dem Ende des Ausbaues am Hotel Germania gibt es in der heutigen Zeit 65 Betten f\u00fcr erholungssuchende Urlauber.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\">Der Beitrag erschien in den <strong>1990er <\/strong>Jahren<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\">Mehr Fotos rund um Hotel Germania und Hexenklause unter <strong><a href=\"https:\/\/harz-history.de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Harz-History<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\">Die Website des <strong><a href=\"https:\/\/regiohotel.de\/hotel\/germania-bad-harzburg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Kurparkhotel &#8222;Germania&#8220;<\/a><\/strong> in Bad Harzburg 2025<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hotel Germania&nbsp;&nbsp; An der ehemaligen oberen Herzog-Wilhelm-Stra\u00dfe, dem heutigen Berliner Platz, gibt es das Hotel Germania. 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