{"id":180,"date":"2025-12-20T12:26:30","date_gmt":"2025-12-20T12:26:30","guid":{"rendered":"https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/?p=180"},"modified":"2025-12-20T12:26:31","modified_gmt":"2025-12-20T12:26:31","slug":"salzschreiberhaus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/?p=180","title":{"rendered":"Salzschreiberhaus"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"644\" src=\"https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Altes-Salzschreiberh.-1a-m.-Bad-Juliushall-ca.-1870-2-e1766233434250-1024x644.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-182\" srcset=\"https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Altes-Salzschreiberh.-1a-m.-Bad-Juliushall-ca.-1870-2-e1766233434250-1024x644.jpg 1024w, https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Altes-Salzschreiberh.-1a-m.-Bad-Juliushall-ca.-1870-2-e1766233434250-300x189.jpg 300w, https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Altes-Salzschreiberh.-1a-m.-Bad-Juliushall-ca.-1870-2-e1766233434250-768x483.jpg 768w, https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Altes-Salzschreiberh.-1a-m.-Bad-Juliushall-ca.-1870-2-e1766233434250.jpg 1367w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Altes Salzschreiberhaus mit Bad Juliushall um 1870<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das alte Salzschreiberhaus<\/h2>\n\n\n\n<p>An der vor 170 Jahren eingeweihten Ilsenburger Stra\u00dfe gibt es ein Geb\u00e4ude mit einer sehr langen Geschichte, obwohl es dort erst 100 Jahre steht. Das Haus hat die alte Ass-Nr. 639, danach die ehemalige Hausnummer 28. ausnummerH Es ist heute mit der Hausnummer 40 versehen. Einst jedoch geh\u00f6rte das Geb\u00e4ude zum Komplex der ehemaligen Harzburger Saline Juliushall.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Diese lag in etwa zwischen der heutigen Schmiedestra\u00dfe, der Herzog-Julius-Stra\u00dfe, der Stra\u00dfe&nbsp; Am alten Salzwerk und der Radau. Fertiggestellt wurde es laut Amtlichem Harzburger Bauregister auf einem gr\u00f6\u00dferen Grundst\u00fcck an der Ilsenburger Stra\u00dfe im Jahr 1912. Bauherr war der Bad HarzburgerarzburgewrH Rechtsanwalt Eduard P.G. Edner.<\/p>\n\n\n\n<p>Bestand hatte die Saline von 1575 bis um 1850. Benannt nach ihrem Namensgeber, dem Herzog Julius von Braunschweig und Wolfenb\u00fcttel. Geboren im Jahr 1528 und gestorben Anno 1598. Seine Amtszeit ging von 1568 bis 1589.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Salzschreiberhaus muss wohl zu den \u00e4ltesten Geb\u00e4uden geh\u00f6rt haben. Laut alter Akten ist es vor 1626 erbaut. In diesem Jahr brannte es ab. Es wurde dann wieder aufgebaut und diente bis um 1849 weiter als Salzschreiberhaus.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"738\" src=\"https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Alte-Salzhaus-Saline-1024x738.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-181\" srcset=\"https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Alte-Salzhaus-Saline-1024x738.jpg 1024w, https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Alte-Salzhaus-Saline-300x216.jpg 300w, https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Alte-Salzhaus-Saline-768x553.jpg 768w, https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Alte-Salzhaus-Saline-1536x1107.jpg 1536w, https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Alte-Salzhaus-Saline.jpg 1688w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Im Jahr 1758 weilte Heinrich Prinz von Preu\u00dfen mit Gefolge in dem Geb\u00e4ude. Er war wegen der Franzosenkriege auf Durchreise in Neustadt-Schulenrode, wie Bad Harzburg damals noch hie\u00df. Salz hatte in diesen Zeiten einen hohen Stellenwert. Es wurde nicht umsonst als wei\u00dfes Gold bezeichnet.<\/p>\n\n\n\n<p>Somit hatte auch das Amt des Salzschreibers eine hohe Bedeutung. Dieser war direkt dem Herzog unterstellt und verwaltete den Handel mit der wertvollen Ware. Sein wichtigstes Hilfsger\u00e4t war die sogenannte Salzspindel\/Salzwaage, f\u00fcr den t\u00e4glichen Gebrauch.<\/p>\n\n\n\n<p>Zumeist wurde das Salz aber zuerst in gr\u00f6\u00dferen Bl\u00f6cken gewonnen, ehe es dann zerkleinert in den Handel kam. Evtl. hatte der Salzschreiber auch mit dem Entrichten der Salzsteuer zu tun, die in fr\u00fcheren Zeiten mancherorts erhoben wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem der Salinenbetrieb ab 1849 nach und nach eingestellt wurde, verkaufte die Herzogliche Kammer im Jahr 1851 die Saline und Teile des gro\u00dfen Grundst\u00fcckes. Erworben hatte es der Zimmermeister Martin Scheibe. Dieser erbaute dann ein Solbad sowie eine Wasser- und Molkenheilanstalt auf dem Gel\u00e4nde.&nbsp; Das ehemalige Salzschreiberhaus wurde mit einbezogen und diente u. a.&nbsp; als Unterkunft f\u00fcr Erholungssuchende.<\/p>\n\n\n\n<p>1853 wurde der Architekt und Kaufmann E. Pfeiffer Miteigent\u00fcmer dieser Anlage auf dem ehemaligen Salinengel\u00e4nde. Zus\u00e4tzlich kam zu den Kur-und Badeeinrichtungen ein Hoteltrakt hinzu. Nach und nach verschwanden die alten Anlagen der Harzburger Saline.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 1883 ging der Komplex an Gustav Pohl aus Hamburg und den Baron Freiherr Friedrich. v. Asche. Beide Kaufleute waren auch Begr\u00fcnder der Harzburger Brunnengesellschaft, heute als Bad Harzburger Juliushaller Mineralbrunnen bekannt.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 1897 erwarb die Stadt Harzburg einen Teil des Gel\u00e4ndes. Danach wurden das St\u00e4dtische Badehaus und die Wandelhalle dort errichtet. Daf\u00fcr mussten noch mehr Geb\u00e4ude der alten Saline den neuen Bauten weichen. So auch um 1910 das ehemalige Salzschreiberhaus. Es ist aber nicht wie andere Geb\u00e4ude beim Abriss zerst\u00f6rt worden. Die einzelnen Bauelemente wurden danach f\u00fcr einige Zeit zwecks sp\u00e4terer Wiederverwendung eingelagert.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>In den Jahren 1911\/12 erbaute dann Familie Edner aus dem vorhandenen Material ihr Wohnhaus auf einem gr\u00f6\u00dferen Grundst\u00fcck am St\u00fcbchenbach an der Ilsenburger Stra\u00dfe. Schon aus der Original-Bauzeichnung konnte man ersehen, dass das neue Haus bis auf einige Kleinigkeiten&nbsp; mit dem alten Geb\u00e4ude identisch war.<\/p>\n\n\n\n<p>Ebenfalls befand sich in dem neuerbauten Haus noch eine Erinnerungstafel, die an den Besuch des Prinzen von Preu\u00dfen im Jahr 1758 erinnerte. Die Inschrift lautet: \u201eIn den Krieg wider die Franzosen\u201c. Nach Familie Edner gab es in den zwanziger Jahren mit Marie von Fragstein die n\u00e4chste Eigent\u00fcmerin des Geb\u00e4udes. In dieser Zeit bekam das Haus eine zweiseitige Holzverschalung. &nbsp;Das Fachwerkgebilde wurde dadurch abgedeckt, wie es uns ein altes, aber leider undatiertes Foto zeigt. Der Name Fragstein blieb bis in die siebziger Jahre mit dem Haus verbunden. Das Geb\u00e4ude zeigte sich heute weiter mit einer sehenswerten Fachwerkfassade.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\">Mehr Bilder rund um das Thema Juliushall unter <strong><a href=\"https:\/\/harz-history.de\/\">Harz-History<\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das alte Salzschreiberhaus An der vor 170 Jahren eingeweihten Ilsenburger Stra\u00dfe gibt es ein Geb\u00e4ude mit einer sehr langen Geschichte, obwohl es dort erst 100 Jahre steht. 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