{"id":172,"date":"2025-12-20T10:43:30","date_gmt":"2025-12-20T10:43:30","guid":{"rendered":"https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/?p=172"},"modified":"2025-12-20T10:43:32","modified_gmt":"2025-12-20T10:43:32","slug":"die-erz-seilbahn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/?p=172","title":{"rendered":"Die Erz-Seilbahn"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"555\" src=\"https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Buendh_Grube_Friederike_ca_1955_e08d036b7b-1024x555.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-176\" srcset=\"https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Buendh_Grube_Friederike_ca_1955_e08d036b7b-1024x555.jpg 1024w, https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Buendh_Grube_Friederike_ca_1955_e08d036b7b-300x163.jpg 300w, https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Buendh_Grube_Friederike_ca_1955_e08d036b7b-768x416.jpg 768w, https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Buendh_Grube_Friederike_ca_1955_e08d036b7b-1536x832.jpg 1536w, https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Buendh_Grube_Friederike_ca_1955_e08d036b7b-2048x1110.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die Grube Friederike in B\u00fcndheim, Startpunkt der Erzseilbahn zur Mathildenh\u00fctte.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Erzseilbahn von der Grube Friederike zur Mathildenh\u00fctte<\/h2>\n\n\n\n<p>Bevor es die im Sommer 1929 eingeweihte Kabinen-Seilschwebebahn zum Burgberg in Bad Harzburg gab, versah schon einige Jahre eine industriell genutzte Draht-Seilbahn ihren Dienst im Amtsbezirk Bad Harzburg. Es handelte sich um die Erzseilbahn von der B\u00fcndheimer Grube Friederike zur Mathildenh\u00fctte in Westerode. Endg\u00fcltig geplant wurde sie vor achtzig Jahren, zum Ende des Jahres 1924.<\/p>\n\n\n\n<p>Der offizielle Bauantrag durch die Elsass-Lothringer Erzbergbau-AG erfolgte schlie\u00dflich am 17. Juni 1925 unter der Register-Nr. 1540 bis 1545 im Bau-Register des Amtsbezirks Harzburg.\u00a0 Zust\u00e4ndig war die damalige Herzogliche Kreisdirektion zu Wolfenb\u00fcttel.\u00a0In dem Antrag wurde die Seilbahn als Neunbr\u00fccken-Bauwerk bezeichnet. Wahrscheinlich in Anlehnung an die Masten und Seilbahnbr\u00fccken, auf der die Lorenbahn einige Stra\u00dfen und Pl\u00e4tze \u00fcberqueren musste.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-medium\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"248\" src=\"https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Mathildenh_m_Hansaseilb_u_Zementfabriken_ca_1915_35907ca258-300x248.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-178\" srcset=\"https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Mathildenh_m_Hansaseilb_u_Zementfabriken_ca_1915_35907ca258-300x248.jpg 300w, https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Mathildenh_m_Hansaseilb_u_Zementfabriken_ca_1915_35907ca258-1024x848.jpg 1024w, https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Mathildenh_m_Hansaseilb_u_Zementfabriken_ca_1915_35907ca258-768x636.jpg 768w, https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Mathildenh_m_Hansaseilb_u_Zementfabriken_ca_1915_35907ca258-1536x1272.jpg 1536w, https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Mathildenh_m_Hansaseilb_u_Zementfabriken_ca_1915_35907ca258-2048x1695.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die Hansa-Seilbahn mit Blick auf die Mathildenh\u00fctte um das Jahr 1915<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Doch zwischen der Planung und dem Bauanfang waren noch einige Hindernisse f\u00fcr die Antragsteller zu \u00fcberwinden. So gab es verschiedene Haus- und Grundst\u00fcckseigent\u00fcmer, die mit dem Streckenverlauf des Bauwerkes nicht einverstanden waren.<\/p>\n\n\n\n<p>Als eine g\u00fctliche Einigung nicht absehbar war, wurde mit Zwangsenteignung seitens der Antragssteller gedroht. Ende des Jahres 1924 wurde dann von der damaligen Landesregierung ein solches Verfahren eingeleitet.<\/p>\n\n\n\n<p>Zus\u00e4tzlich gab es aber ein unabh\u00e4ngiges Gutachterurteil aus Wolfenb\u00fcttel. Es ging dabei \u00fcber die H\u00f6he der Entsch\u00e4digungen bei Grundst\u00fccksbeeintr\u00e4chtigungen durch den Bau von St\u00fctzen, diversen Leitungen und auch \u00fcber die zu erwartende Ger\u00e4uschentwicklung im Fahrbetrieb der Bahn. Dies galt sicherlich besonders bei n\u00e4chtlichem Verkehr der Bahn, denn die Mathildenh\u00fctte und die Grube Friederike arbeiteten bei Hochbetrieb zeitweilig in drei Schichten rund um die Uhr.<\/p>\n\n\n\n<p>Als die langanhaltenden Streitigkeiten beendet waren, wurde der Bauauftrag an die Magdeburger Firma H. H. Mackensen vergeben. Fertigstellung der Seilbahn war nach kurzer Bauzeit am 21. Juni 1926, die Bauabnahme erfolgte zwei Tage sp\u00e4ter.<\/p>\n\n\n\n<p>Vorbei waren damit die Jahre, in denen Pferdefuhrwerke von bestellten Fuhrunternehmern den langen Weg von der 1863 vollst\u00e4ndig er\u00f6ffneten Grube Friederike zur Mathildenh\u00fctte zur\u00fccklegten. Pferdest\u00e4lle f\u00fcr h\u00fctteneigene Pferdegespanne gab es aber auch zur damaligen Zeit. So u. a. an der Grube Friederike und der Mathildenh\u00fctte.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann gab es einen Pferdestall an der H\u00fcttenstra\u00dfe, heute An den Weiden genannt. Ein weiterer Stall f\u00fcr Pferde befand sich an einer von zwei damaligen Zementfabriken. Eine geh\u00f6rte zur Mathildenh\u00fctte und die andere, etwa am heutigen Tennisweg befindliche, hatte den Namen Hercynia. Das letzte Pferdegespann f\u00fcr werksinterne Fahrten f\u00fcr die Grube Fiederike und Mathildenh\u00fctte gab es noch bis um 1957. Der Gespannf\u00fchrer damals hie\u00df Otto Ro\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>Der gesamte Verlauf der sogenannten H\u00e4ngelorenbahn, ber\u00fchrte die drei heutigen Ortsteile B\u00fcndheim, Schlewecke und Westerode. Die gesamte L\u00e4nge betrug fast zweieinhalb Kilometer. Eine Lore brauchte etwa 24 Minuten f\u00fcr die Strecke. Die Transportkapazit\u00e4t aller Loren, die im Durchschnittsabstand von 100 Metern fuhren, schaffte in acht Stunden die Menge von stattlichen 560 Tonnen Eisenerz zur Mathildenh\u00fctte, als Endpunkt der Bahn.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"644\" src=\"https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/1955-seilbahn-an-der-radau-1024x644.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-175\" srcset=\"https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/1955-seilbahn-an-der-radau-1024x644.jpg 1024w, https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/1955-seilbahn-an-der-radau-300x189.jpg 300w, https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/1955-seilbahn-an-der-radau-768x483.jpg 768w, https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/1955-seilbahn-an-der-radau-1536x966.jpg 1536w, https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/1955-seilbahn-an-der-radau.jpg 1924w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Aufnahme aus dem Jahr 1955: Die Loren an der Seilbahn \u00fcberqueren die Stra\u00dfe An der Radau und den Bachlauf.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Der Antrieb der Lorenbahn, erfolgte mit einem starken E-Motor. Installiert auf der Grube Friederike. Mittels mehrerer Seilscheiben, die \u00e4hnlich einer Kupplung wirkten, wurde die Kraft auf das Zugseil der Bahn \u00fcbertragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch bevor die Loren an der Mathildenh\u00fctte ankamen, mussten diese einige Stra\u00dfen, Pl\u00e4tze und damals noch freie Wiesen \u00fcberqueren. Die erste Br\u00fccke \u00fcberspannte schon nach wenigen Metern vom Ausgangspunkt den Grubenweg. Es folgte ein Mast und eine Station ungef\u00e4hr dort, wo sich heute die Stra\u00dfe Am Lehen befindet.<\/p>\n\n\n\n<p>Die n\u00e4chste Br\u00fccke stand an der Silberbornstra\u00dfe, die Bahn \u00fcberquerte dort den Schlosspark. Danach folgte eine \u00dcberf\u00fchrung \u00fcber die damalige Triftstra\u00dfe, der heutigen Stra\u00dfe Am Schlosspark. Der weitere Verlauf mit einer Br\u00fccke ging \u00fcber den jetzigen Lindenbruchweg, im Volksmund als \u201eVerbotener Weg\u201c bekannt. Nun stand das n\u00e4chste Bauwerk \u00fcber die alte Bundesstra\u00dfe sechs, von Goslar nach Bad Harzburg f\u00fchrend, in N\u00e4he des heutigen Koppelweges. Weiter ging es dann \u00fcber die Stra\u00dfen Im Troge und Hopfengarten, danach \u00fcber die Scharenbergstra\u00dfe vorbei am heutigen Berggarten in Richtung Messingh\u00fctte und Pfarrer Hackethalstra\u00dfe.<\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt war man im Ortsteil Schlewecke und es folgte eine Br\u00fccke \u00fcber die Breite Stra\u00dfe. Die Bahn f\u00fchrte dann \u00fcber die Deilich, wo sich heute das Schulzentrum, Kinderg\u00e4rten und die Turnhalle befindet.&nbsp; Sie \u00fcberquerte die Radaustra\u00dfe und verlief am ehemaligen Sportplatz des Fu\u00dfballvereins G\u00fcn-Wei\u00df Schlewecke vorbei. Danach musste der Verlauf der Bahn \u00fcber die Radau, die Bahnlinie Goslar-Harzburg und \u00fcber die Bahnhofstra\u00dfe gelegt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Loren befanden sich jetzt in Westerode und als letztes Bauwerk kam die sogenannte Winkelstation, ehe die Loren in einer \u00dcberf\u00fchrung direkt \u00fcber einige Wohngeb\u00e4ude der Mathildenh\u00fctte zum Endpunkt gelangten. Die zwei langgestreckten Wohnanlagen wurden vornehmlich f\u00fcr H\u00fctten- und Grubenarbeiter in den Jahren 1914 bis 1924 erbaut.<\/p>\n\n\n\n<p>An der Winkelstation waren viele tonnenschwere Steinbl\u00f6cke angebracht, um die verschiedenen Seile der Bahn gleichm\u00e4\u00dfig straff zuhalten. Zeitzeugen, die in der N\u00e4he der Station wohnten, berichten, dass wenn einmal ein Seil riss, es einen m\u00e4chtigen Knall gab und die ganze Anlage und Umgebung ersch\u00fctterte wie bei einem Erdbeben.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"583\" src=\"https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Erzseilb_Frieder_Mathildenh_m_Fussballv_Gruen_Weiss_Schlewecke_1958_ebc26b8747-1024x583.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-177\" srcset=\"https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Erzseilb_Frieder_Mathildenh_m_Fussballv_Gruen_Weiss_Schlewecke_1958_ebc26b8747-1024x583.jpg 1024w, https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Erzseilb_Frieder_Mathildenh_m_Fussballv_Gruen_Weiss_Schlewecke_1958_ebc26b8747-300x171.jpg 300w, https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Erzseilb_Frieder_Mathildenh_m_Fussballv_Gruen_Weiss_Schlewecke_1958_ebc26b8747-768x437.jpg 768w, https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Erzseilb_Frieder_Mathildenh_m_Fussballv_Gruen_Weiss_Schlewecke_1958_ebc26b8747-1536x874.jpg 1536w, https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Erzseilb_Frieder_Mathildenh_m_Fussballv_Gruen_Weiss_Schlewecke_1958_ebc26b8747.jpg 1968w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Fu\u00dfball unter schwebenden Erzloren: Der Sportplatz von Gr\u00fcn-Wei\u00df Schlewecke im Jahr 1958.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Nachdem die Loren ihre Reise nun beendet hatten, wurde das Erz verarbeitet.&nbsp; Als die 1861\/62 von Konsul Meyer und Bergwergsdirektor Castendyck gegr\u00fcndete Mathildenh\u00fctte ihren Betrieb um 1940 endg\u00fcltig einstellte, wurden Teile der Anlage umgebaut und nur noch als Erzverladestation genutzt.<\/p>\n\n\n\n<p>In dieser Zeit gab es noch eine zweite Erzseilbahn, an die kurz erinnert werden soll. Die zweite Seilbahn kam von der Grube Hansa, jeweils in G\u00f6ttingerode und Harlingerode gelegen. Das besagte Bauwerk gab es schon von 1903 an und versah bis um 1940 seinen Dienst. Danach wurde die Anlage bis 1943 demontiert und in Konin im ehemaligen Warthegau (heute Polen) wieder verwendet. Ersetzt wurde die Seilbahn in Harlingerode durch eine Kettenbahn vom Grubengel\u00e4nde \u00fcber die Landstra\u00dfe, dann weiter zu einem Gleisanschluss in Bahnhofsn\u00e4he.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Eisenerze der Grube Friederike, der Grube Hansa und einer weiteren Anlage in Echte, die zur jetzigen Harz-Lahn-Erzbergbau AG mit Hauptsitz in Weilburg geh\u00f6rten, wurden gr\u00f6\u00dftenteils in Dortmund-Rheinhausen verh\u00fcttet. Sp\u00e4ter kamen die Transporte mit bis zu 15 Waggons und meistens mit zwei Lokomotiven bespannt nach Salzgitter.<\/p>\n\n\n\n<p>Wegen der zu geringen Eisenerzanteile im Gestein der hiesigen Gruben im Vergleich mit anderen Erzlieferanten kam am 16. August 1963 das Ende der Erzf\u00f6rderung auch in B\u00fcndheim. Es war ein wehm\u00fctiger Tag, als die letzte Lore geschm\u00fcckt und gef\u00fcllt mit Erz an der Mathildenh\u00fctte ankam. Das gleiche Schicksal traf einige Jahre vorher auch die beiden anderen erw\u00e4hnten Gruben, wobei die Schlie\u00dfung der Grube Hansa im Jahr 1960 erfolgte.<\/p>\n\n\n\n<p>In den Jahren 1963\/64 wurden die ganzen Anlagen in B\u00fcndheim, Schlewecke und Westerode demontiert. Gr\u00f6\u00dfere Zwischenf\u00e4lle oder Unf\u00e4lle im Betrieb der Bahn sind nicht bekannt. Jedoch landete manche Erzladung der Loren in G\u00e4rten, weil sich die Arretierungshaken der Gondeln irrt\u00fcmlich l\u00f6sten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Lorenbahn wurde regelm\u00e4\u00dfig gewartet. Der Vater des Autors war als Schlosser und Schmied bei der Grube Friederike angestellt. Ihm oblag es mit seinen Kollegen die Zug- und Tragseile der Lorenbahn zu \u00fcberpr\u00fcfen. Das hie\u00df, man musste eine Lore besteigen und bei der Fahrt von der Grube Friederike zur Mathildenh\u00fctte die Seile in Augenschein nehmen. Sicherlich wurde dies auch dokumentiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf dem Gel\u00e4nde der ehemaligen Grube Friederike befindet sich jetzt die Firma Mann und Hummel, ein gro\u00dfer Zulieferbetrieb f\u00fcr die Kfz-Industrie. An der Mathildenh\u00fctte erinnert auch nicht mehr viel an vergangene Zeiten. Einzig ein altes Waagehaus ist noch \u00fcbergeblieben, es steht dort heute noch und dient als Gartenh\u00e4uschen. Von der sp\u00e4teren Erzverladestation stehen noch einige Geb\u00e4ude, die u. a. als Wohnhaus und f\u00fcr einen Getr\u00e4nkemarkt der Firma Lipper dienen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\">Der Beitrag wurde auch im Uhlenklippenspiegel, <strong><a href=\"https:\/\/blog.harz-history.de\/?page_id=1071#133\">Ausgabe 133\/2022<\/a><\/strong>, ver\u00f6ffentlicht. Ein weiterer Beitrag zum Thema: \u201eDemontage der Erzseilbahn von der ehemaligen Grube Friederike zur Mathildenh\u00fctte (Harry Plaster)\u201c | <strong><a href=\"https:\/\/blog.harz-history.de\/?page_id=630#076\">Ausgabe 076\/2005<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\">Mehr Bilder zum Thema finden sich auf <strong><a href=\"https:\/\/harz-history.de\/\">Harz-History<\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Erzseilbahn von der Grube Friederike zur Mathildenh\u00fctte Bevor es die im Sommer 1929 eingeweihte Kabinen-Seilschwebebahn zum Burgberg in Bad Harzburg gab, versah schon einige Jahre eine industriell genutzte Draht-Seilbahn ihren Dienst im Amtsbezirk Bad Harzburg. 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