{"id":126,"date":"2025-12-20T06:29:22","date_gmt":"2025-12-20T06:29:22","guid":{"rendered":"https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/?p=126"},"modified":"2025-12-20T06:29:23","modified_gmt":"2025-12-20T06:29:23","slug":"berghotel-silberborn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/?p=126","title":{"rendered":"Berghotel Silberborn"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"551\" height=\"303\" src=\"https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/AK_Silberborn_1898_Harzburg_Haus_in_idyllischer_Landschaft_6a8c60b07b.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-127\" srcset=\"https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/AK_Silberborn_1898_Harzburg_Haus_in_idyllischer_Landschaft_6a8c60b07b.jpg 551w, https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/AK_Silberborn_1898_Harzburg_Haus_in_idyllischer_Landschaft_6a8c60b07b-300x165.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 551px) 100vw, 551px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Das Waldgasthaus Silberborn in B\u00fcndheim um 1898.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Berghotel Silberborn<\/h2>\n\n\n\n<p>Am Silberborn in B\u00fcndheim stand lange Jahre ein weiteres Hotel und Ausflugslokal. Der Name war Berghotel Silberborn, benannt nach einer Quelle mit dem alten Namen Singr\u00fcnsbrink&nbsp; bzw. Immergr\u00fcnsbrink. Im Lauf der Jahre wurde dann daraus der Silberborn, der gleichnamige Bach speist sp\u00e4ter in mehreren Adern die Gl\u00e4secke in Richtung Schlewecke.<\/p>\n\n\n\n<p>Gegr\u00fcndet wurde das Waldgasthaus und sp\u00e4tere Hotel um 1860. Einer der ersten Gastwirte hie\u00df 1876 Heinrich Effe. Dessen Familie hatte an der Elfenecke, am Silberborn und Breitenberg umfangreiche L\u00e4ndereien wie alte Flurkarten zeigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Um ein Haar w\u00e4re das Hotel in erlauchter Gesellschaft gewesen, denn Herzog Wilhelm aus Braunschweig hatte vor, in den Gest\u00fctswiesen unterhalb des Elfensteins ein Jagdschlo\u00df zu bauen. Doch durch Querelen mit den B\u00fcndheimern lie\u00df er um 1850 von seinem Vorhaben ab.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"704\" src=\"https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Silberborn_ca_1870_f46eae6ed3-1024x704.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-130\" srcset=\"https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Silberborn_ca_1870_f46eae6ed3-1024x704.jpg 1024w, https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Silberborn_ca_1870_f46eae6ed3-300x206.jpg 300w, https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Silberborn_ca_1870_f46eae6ed3-768x528.jpg 768w, https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Silberborn_ca_1870_f46eae6ed3.jpg 1128w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Das Silberborn um 1870, links das Haus, das Herzog Wilhelm seiner M\u00e4tresse Baronin von Rosenzweig hatte bauen lassen.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Er soll das Amt Harzburg nie wieder offiziell besucht haben. Einige Zeit nach seinem Tod im Jahr 1884 wurde aber eine Stra\u00dfe nach ihm benannt, die heutige Herzog-Wilhelm-Stra\u00dfe. Was er aber im Amte hinterlie\u00df, war ein stattliches Wohnhaus f\u00fcr seine M\u00e4tresse Baronin von Rosenzweig. Dieses Geb\u00e4ude wurde um 1870 direkt neben dem sp\u00e4teren Hotel Silberborn errichtet und die Baronin von Rosenzweig soll bis 1921 dort gewohnt haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 1883 gab es einen Wechsel in der F\u00fchrung des Waldgasthofes, als Besitzer wurde jetzt Dr. phil. Neumann aus B\u00fcndheim aufgef\u00fchrt. Die Lage des Hauses wurde als unter dem Elfenstein gelegen bezeichnet.<\/p>\n\n\n\n<p>Einige Jahre sp\u00e4ter \u00fcbernahm 1890 Ernst May und 1903 Friedrich May die F\u00fchrung des Hotels. In all diesen Jahren erfolgte ein steter Aus- und Anbau des Geb\u00e4udes, es hatte in seiner Bl\u00fctezeit eine Kapazit\u00e4t von etwa 40 Betten. Beigetragen zum Erfolg des Gesch\u00e4fts hatte die herrliche Waldrandlage, die sch\u00f6ne Aussicht auf das jetzt 750-j\u00e4hrige B\u00fcndheim und die N\u00e4he zu anderen Wanderwegen.<\/p>\n\n\n\n<p>1908 gibt es mit dem Gastwirt und Hotelier Wilhelm Fulst den n\u00e4chsten Besitzer. Auch hier tauchen in sp\u00e4teren Zeiten wieder Namen auf, die es in Zusammenhang mit anderen Hotels und Gastst\u00e4tten gab. So z. B. der Name Effe im Deutschen Haus in B\u00fcndheim. Den Namen May lange Jahre auf der Sennh\u00fctte und Familie Fulst gab es im Zusammenhang mit dem sp\u00e4teren Markthotel und den Hotels Stadt Hamburg und Prinz Heinrich, ebenfalls in B\u00fcndheim gelegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Um 1915 wird F. Theo M\u00fcller neuer Besitzer des Hotels. Die Lagebezeichnung hie\u00df jetzt \u201eauf dem Weg nach dem Okertal\u201c in den damaligen Verzeichnissen. Nach der Zeit von Theo M\u00fcller werden M\u00fcllers Erben als Eigent\u00fcmer aufgef\u00fchrt. P\u00e4chter des Hotels war 1933 Bruno Grimm, zusammen mit seinem Bruder Friedrich Grimm.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 1936 gibt es mit Otto Tiedtke den n\u00e4chsten P\u00e4chter des Betriebs. Im Krieg wurde das Hotel teilweise f\u00fcr ausgebombte Angestellte der Firma Krupp genutzt. Nach dieser Zeit wurden dann jeweils kurzzeitig Heimatvertriebene und ein AWO-Kinderheim dort untergebracht. Besitzer des Anwesens wurde inzwischen Siegfried M\u00fcller mit seiner Ehefrau Minna.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"716\" src=\"https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Berghotel_Silberborn_1965_Innenansicht_c944b9302e-1024x716.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-128\" srcset=\"https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Berghotel_Silberborn_1965_Innenansicht_c944b9302e-1024x716.jpg 1024w, https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Berghotel_Silberborn_1965_Innenansicht_c944b9302e-300x210.jpg 300w, https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Berghotel_Silberborn_1965_Innenansicht_c944b9302e-768x537.jpg 768w, https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Berghotel_Silberborn_1965_Innenansicht_c944b9302e-1536x1074.jpg 1536w, https:\/\/archiv-harry-plaster.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Berghotel_Silberborn_1965_Innenansicht_c944b9302e.jpg 1776w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Blick ins Restaurant des Berghotels Silberborn 1965<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Die Zeit von Familie M\u00fcller geht bis etwa 1960, verpachtet wird das Hotel kurzzeitig an Familie Eichmeyer. Anfang der 1960er Jahre geht der Betrieb einige Jahre an das Gastwirtsehepaar Elly und Gerhard Wolf.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch rund um den Silberborn hat sich einiges ge\u00e4ndert. Die einstmals freie Aussicht auf die Landschaft ist durch hohen Baumbewuchs stark eingeschr\u00e4nkt. Daf\u00fcr findet jetzt jeder Gast an hei\u00dfen Sommertagen ein schattiges Pl\u00e4tzchen am Waldesrand.<\/p>\n\n\n\n<p>Mitte der siebziger Jahre \u00fcbernimmt Familie Meyer-W\u00fcnsch das Gesch\u00e4ft und die Speise-Restauration. G\u00e4stebetten werden noch insgesamt 28 angeboten.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 3. Februar 1981 kommt bei einem Gro\u00dfbrand das Aus f\u00fcr das \u00fcber 100-j\u00e4hrige Geb\u00e4ude und die Reste werden abgerissen. Auch heute sind noch Teile des Areals verwaist, werden aber wohl irgendwann bebaut werden.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\">Dieser Beitrag stammt aus dem Jahr 2001<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\">Weitere Fotos zu dem Thema unter <strong><a href=\"https:\/\/harz-history.de\/\">Harz-History<\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berghotel Silberborn Am Silberborn in B\u00fcndheim stand lange Jahre ein weiteres Hotel und Ausflugslokal. Der Name war Berghotel Silberborn, benannt nach einer Quelle mit dem alten Namen Singr\u00fcnsbrink&nbsp; bzw. Immergr\u00fcnsbrink. 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